Ermahnungen

Heute muss ich mich ausnahmsweise mal ein wenig aufregen. Ich las gerade einen Artikel von „Elternwissen.com – Ihr kompetenter Eltern-Ratgeber rund im Kindergesundheit, lernen, Schule und Freizeit“.

Dort wurde von einer Dipl. Pädagogin die sogenannte „1-2-3 Methode“ vorgestellt. Sie besagt, dass man bis drei zählen, also drei Ermahnungen aussprechen soll, wenn das Kind etwas tut, was es aus Sicht des Erwachsenen nicht tun soll. Zudem rät der Beitrag zu entsprechenden Konsequenzen, wenn das Kind trotz wunderbaren Zählens keine Reaktion zeigt. Diese Konsequenzen können sein: Einschränkung des Fernsehkonsums, Telefonverbot, Computerverbot, bestimmte Aufgaben im Haushalt erledigen, kein Nachtisch.

Sind wir jetzt wieder im Mittelalter angekommen???

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Schmerzlose Geburt

Befragen wir heute 100 kinderlose Frauen, wie sie sich eine Geburt vorstellen, sagen mit Sicherheit mindestens 98 davon, sie wäre mit äußerst starken Schmerzen verbunden.

Betrachten wir einmal die Welt mit den Augen Leonardo Da Vincis. Er ist bekannt dafür, all seine Erfindungen den Beobachtungen der Natur entnommen zu haben. Für ihn ist der Mensch die Abbildung der Erde. Alles, was wir tun und anwenden, wiederholt sich in einfachen Mustern in Tieren und Pflanzen.

Diesen Blickwinkel auf den Geburtsprozess übertragen, sollten wir Säugetiere beim Gebären beobachten. Was fällt dabei auf? Die Geburt dauert selten 48 Stunden, es wird keine Hilfe von anderen Tieren benötigt und die gebärende Mutter schreit nicht vor Schmerz, obwohl bei vielen Tierarten das Baby eine immense Größe erreicht.
Oder drücken wir es ein wenig religiöser aus: Wieso sollte ein Gott, der den menschlichen Körper so perfekt geschaffen hat, solch grobe Fehler beim Thema Fortpflanzung gemacht haben?

Welchen Sinn sollen Schmerzen bei der Geburt haben, wenn die Natur doch eigentlich die ständige Fortpflanzung zur Arterhaltung anstrebt? Würde es den Menschen heute noch geben, wenn Frauen vor 10.000 Jahren gesagt hätten „Hui, ein zweites Kind will ich nach den Schmerzen aber nicht haben.“?
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Stillen schützt vor Brustkrebs

Was naturverbundene Frauen schon immer wussten: Stillen ist nicht nur für das Kind gut, sondern auf für die Mutter selbst.

Neuere Studien bestätigen: je länger eine Frau ihr Kind stillt, desto niedriger wird das Brustkrebsrisiko. Bereits 2002 veröffentlichte die medizinische Fachzeitschrift The Lancet eine Studie, die zu dem Ergebnis kam, dass mit jedem „gestillten Jahr“ das Brustkrebsrisiko der über 150.000 in dieser Studie untersuchten Frauen um 4,3 Prozent abnahm. Sogar Frauen, in deren Familie bereits Brustkrebs aufgetreten war, hatten durch das Stillen ihres Kindes ein um 59% niedrigeres Risiko, daran zu erkranken. Weiterlesen

Krankenhaus, Kaiserschnitt und natürliche Geburt

Die Geburt eines Kindes ist der bewegendste Moment für eine Familie. So schmerzhaft die Wehen waren, plötzlich ist alles vergessen. Sanft wird das Neugeborene an die Brust der Mutter gelegt und trinkt selig, während die frisch gebackenen Eltern stolz ihr Kind bestaunen.

Doch die Realität im Krankenhaus sieht oft anders aus. Mütter werden von Hebammen oder Ärzten gehetzt und beginnen so verfrüht mit dem Pressen, was den Geburtsprozess verlangsamt und mitunter zu Verletzungen im Geburtskanal führt. Gleichzeitig raten die Ärzte immer häufiger und früher zum Kaiserschnitt. Mittlerweile sind ein Drittel der Krankenhaus-Geburten in Deutschland per Kaiserschnitt. Tendenz steigend.

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„Das macht man nicht!“

Einer der schlimmsten Sätze, die Eltern sagen können. Keine Sorge, ich sage ihn leider auch hin und wieder, wenn ich in Erklärungsnot bin. „Das macht man nicht.“ oder auch gerne „Liebe Kinder tun das nicht.“ oder „Das ist böse.“ Was soll ein Kind von zwei Jahren damit anfangen? Es versteht den Satz nicht. Es merkt nur, ah, Mama will das nicht. Meist reagiert es durchaus darauf, aber letztlich ist es eine inhaltslose Floskel der Erwachsenen. Auch beliebt ist das Wort „Bitte“, wenn wir eigentlich eine sofortige Handlung vom Kind erwarten.

Was steckt eigentlich dahinter?
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„Du stellst dich immer so blöd an!“

Unser Gehirn funktioniert ganz einfach: Wiederholung prägt sich ein.

Beim ersten Mal ist ein Weg noch unbekannt und dauert lange. Bereits beim zweiten Mal geht er deutlich schneller und wir haben uns erste Eckpfeiler eingeprägt. Mit jedem weiteren Mal wird er uns vertrauter, bis wir ihn schließlich mit verbundenen Augen gehen könnten.

Im Laufe der Zeit, die man mit seinem Kind verbringt, glaubt man, dessen Eigenheiten, Stärken und Schwächen zu kennen. Die Fähigkeiten eines Menschen verändern sich sehr häufig. Besonders natürlich in den ersten Lebensjahren.

Was passiert dann, wenn wir unserem Kind immer und immer wieder sagen: „Du kannst einfach nicht rechnen.“ Oder „Du stellst dich immer so blöd an.“ Oder anderen erzählen: „Mein Kind tut sich immer weh.“ Oder „Mein Kind lernt nie, vernünftig zu essen.“ Oder „Mein Kind mag kein Gemüse.“ Oder „Mein Kind ist immer so tollpatschig.“ Weiterlesen

Streit und Versöhnung

Beim Thema „Ob oder wie viel Streit sollen Kinder mitbekommen?“ scheiden sich die Geister. Die einen sagen „Bloß nicht die Kinder involvieren. Das führt zu bleibenden Schäden.“, die anderen sagen „Die Kinder sollen alles mitbekommen, um zu lernen, mit Konflikten umzugehen.“

Streit zwischen Vater und Mutter oder Eltern und Freunden oder Verwandten lässt sich nicht planen. Es entsteht im Affekt. Die Kinder sind also meist ohnehin zumindest anfangs dabei.
Was ich persönlich aber viel entscheidender finde, ist, dass die wenigsten Kinder bei der Versöhnung der Streitparteien anwesend sind. Meist werden sie bei Aufkommen eines Konflikts aus dem Raum geschickt oder die Parteien trennen sich wutentbrannt. Doch die Lösung und Versöhnung bekommen die Kinder nicht mit, da diese am Telefon, außerhalb des Hauses, hinter verschlossenen Türen oder während die Kinder schlafen passieren.

Wie sollen Kinder lernen, sich zu versöhnen, wenn sie stets nur den Streit erleben? Zeigt ihnen die Versöhnung!

Eltern schenken das Leben

Spätestens in der Pubertät fangen die meisten Kinder an, Fehler an ihren Eltern zu suchen und durch ablehnendes Verhalten Kritik zu äußern. Sie brauchen diese Phase, um eigenständig zu werden. Das glaubt man zumindest in den Industrieländern. Interessanterweise gibt es dieses Phänomen in anderen Kulturen östlicher Länder nur selten. Dort ist es nicht etabliert, den eigenen Eltern Vorwürfe zu machen und sich von ihnen zu distanzieren. Dort ist man seinen Eltern in erster Linie dankbar, dass sie da sind, dass sie alles tun, um der Familie zu dienen, dass sie einem das Leben schenkten.

Natürlich muss keiner jedes Verhalten der Eltern toll finden.

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Unbeschreibliches Gefühl

Ich hatte mit meiner zweijährigen Tochter Freunde besucht. Abends um kurz vor acht verabschiedete ich mich und ging mit ihr zur Bahn, um nach Hause zu fahren. Ich sagte ihr, dass sie in der Bahn schon schlafen könne. Sie bejahte diesen Plan, indem sie antwortete „Bahn schlafen“.

Wir mussten noch einige Minuten auf dem Bahnsteig warten. An einer Bank angekommen, kletterte sie seitlich auf meinen Schoß, lehnte sich gegen mich und schaute über die Wiese vor den Gleisen.

Es war ein Moment völliger Stille. Voller Frieden. Voller Vertrauen.
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