„Das macht man nicht!“

Einer der schlimmsten Sätze, die Eltern sagen können. Keine Sorge, ich sage ihn leider auch hin und wieder, wenn ich in Erklärungsnot bin. „Das macht man nicht.“ oder auch gerne „Liebe Kinder tun das nicht.“ oder „Das ist böse.“ Was soll ein Kind von zwei Jahren damit anfangen? Es versteht den Satz nicht. Es merkt nur, ah, Mama will das nicht. Meist reagiert es durchaus darauf, aber letztlich ist es eine inhaltslose Floskel der Erwachsenen. Auch beliebt ist das Wort „Bitte“, wenn wir eigentlich eine sofortige Handlung vom Kind erwarten.

Was steckt eigentlich dahinter?
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Geschwisterreihe

Wir bekommen es in Filmen und der Werbung vorgemacht: Kinder wollen gleich behandelt werden. Wenn der eine etwas bekommt, will und bekommt es der andere auch. Das Stichwort heißt „Gerechtigkeit“! Aus systemischer Sicht gestaltet sich dies jedoch anders.

Ebenso wie es eine natürliche Ungleichheit zwischen Eltern und Kindern gibt, sind auch Geschwisterkinder ungleich. Sie sind alle gleichwertig, doch unterliegen einer natürlichen zeitlichen Reihenfolge.
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Innere Größe

Ich sitze in der Bahn auf dem Weg zur Arbeit. Eine Mutter steht mir gegenüber. Im Kinderwagen ihr ca. drei Jahre alter Sohn. Er schreit, möchte scheinbar einen Keks aus der Tasche der Mutter. Sie redet auf ihn ein, dass er doch schon Frühstück hatte und nicht so schreien solle. Ihre Worte zeigen keine Wirkung. Wütend wirft er sein Plastikauto auf den Boden. Eilig hebt die Mutter es auf und versucht, es ihm wieder in die Hand zu drücken. Nun beginnt er, sie zu schlagen. Sie guckt sich ängstlich um, kramt in ihrer Tasche und holt einen Keks heraus. Der Junge verstummt und ein triumphierendes Lächeln breitet sich über sein Gesicht aus.

Wer ist der Große und wer ist der Kleine?
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