Neu auf dem Blog?

Hervorgehoben

Als Einstieg in die Thematik und Grundhaltung dieses Blogs empfehle ich folgende Artikel:

Das „geistige Feld“ der systemischen Aufstellung
Die natürliche Ungleichheit
Innere Größe
Unser Geschenk
Eltern schenken das Leben
Bedingungslose Liebe
Urvertrauen durch Körperkontakt
Pflege der Beziehung
Wie Kinder glücklich werden
Geschwisterreihe

Auf Facebook und Twitter veröffentliche ich zusätzlich Links zu spannenden Themen, die mir bei der Recherche zu meinen Artikeln über den Weg laufen.

Mir ist wichtig, dass die Artikel nicht als Angriff auf Menschen betrachtet werden, die anders handeln. Viel mehr sollen sie zum Nachdenken anregen und das Handlungsspektrum erweitern. Es geht hier nicht darum, Ideologien zu postulieren, sondern Wahlmöglichkeit und bewusste Einflussnahme zu schaffen. Denn alles, was extrem gehandhabt wird, kann schädlich sein. Letztlich entscheidet die Beziehung zwischen Mutter/Vater und Kind, welchen Einfluss Ereignisse und Methoden haben.

Viel Spaß beim Entdecken!

Ich hatte das aber zuerst

Der Traum jedes schlichtungswilligen, zur Rettung bereiten Erwachsenen… Viele Erwachsene – besonders gerne Erzieher – fordern und fördern diese Auseinandersetzung zwischen Kindern.

Doch was war eigentlich vorher geschehen?

> Anna spielt mit einer Schaufel.
> Anna legt die Schaufel neben sich, dreht sich um und spielt mit einem Eimer.
> Paul entdeckt die herumliegende Schaufel und nimmt sie sich.
> Anna sieht, dass Paul die Schaufel nimmt.
> Anna sprintet zur Schaufel und zieht daran.
> Anna schreit.
> Paul schreit.
> Anna ruft: „Ich hatte die aber zuerst!“
> Paul ruft: „Ich will die aber!“
> Anna schaut hilfesuchend zu Mama.

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Tandemstillen

Tandemstillen bedeutet, zwei Kinder (heutzutage in der Regel Geschwister) zu stillen. Ich werde hin und wieder mit der Frage konfrontiert, wie man denn ein älteres Kind und einen Säugling gleichzeitig stillen könne. Die Frage zielt vor allem darauf ab, ob der Säugling denn dann die richtige und überhaupt genug Milch bekommt. Und wie geht es der Mutter eigentlich dabei? Weiterlesen

Eigenverantwortung oder Dienstleistung

Anders ausgedrückt: Dienstleistungsbeziehung oder lieb gemeint, aber am Bedürfnis vorbei.

Ich habe bereits einige Artikel dem Phänomen der Übervorsorge von Eltern gewidmet. Dies beinhaltet zwei Verhaltensweisen: die Eltern sind stets bedacht, ihren Kinder immer und überall unter die Arme zu greifen sowie sie vor Leid zu bewahren. Zugleich wollen sie ihrem Kind jeden „Ich will haben“-Wunsch erfüllen. Oft wurde ihnen in ihrer eigenen Kindheit vieles verwehrt, weshalb sie die sofortige Wunscherfüllung als einziges Werkzeug zum Glücklichsein empfinden.
Wir verwechseln heute die Selbstbestimmung des Kindes mit der Abgabe unserer elterlichen Verantwortung, unser Kind durch weitsichtige, wohlwollende Entscheidungen Sicherheit und Richtung zu geben. Ein Kind kann seine tieferen Bedürfnisse frühestens mit 10 Jahren wirklich differenziert erkennen und benennen. Vorher überfordern wir unser Kind, ihm eine Vielzahl von Entscheidungen zu überlassen und jedem „Ich will haben“-Wunsch nachzugehen.
Um die Auswirkungen auf die Eltern-Kind-Beziehung in seiner Gänze zu begreifen, möchte ich euch die Worte des Familientherapeutens und Autors Jesper Juul aus „Dein kompetentes Kind“ ans Herz legen. Weiterlesen

Gefahren im Alltag

Ich bin absolut kein Fan von Panikmache und wenn unsere Eltern damit anfangen, die letzten Horrorgeschichten aus der Zeitung zu zitieren, schalte ich oft auf Durchzug. Je älter man wird, desto ängstlicher scheinen viele zu werden. Doch es ist eben doch ein Körnchen Wahrheit dran, und auch wenn selten etwas wirklich Lebensbedrohliches passiert, kann es durchaus hilfreich sein, aus den Erlebnissen anderer zu lernen und ein Auge auf Gefahrenquellen drinnen und draußen zu haben.

Da ich weder Ärztin noch Polizistin bin, zitiere ich dazu die Worte des Leiters der Rechtsmedizin am Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), Klaus Püschel. Am 16.04.2016 erschien in der Hamburger Morgenpost ein Bericht darüber, worauf Eltern unbedingt achten sollten. Dies soll euch nicht verängstigen, sondern sensibilisieren, um Gefahrenquellen aus dem Weg zu räumen und so die Kinder entspannt spielen lassen zu können. Weiterlesen

Unsere Gesellschaft stumpft ab

Ich stand morgens mit meiner vierjährigen Tochter in der Garderobe des Kindergartens und war dabei, ihr die Jacke auszuziehen. Neben uns weitere Eltern, die das Gleiche taten. Da kam eine Mutter zur Eingangstür herein und lief schnellen Schrittes an uns vorbei. Hinter ihr lief schreiend ihre dreijährige Tochter. Meine Tochter schaute erstaunt auf und sah den beiden nach, bis sie hinter der Ecke des Gangs verschwunden waren. Ich griff ihren Blick auf und sagte „Das kleine Mädchen ist traurig. Es sah so aus, als wollte sie nicht in die Kita, obwohl ihre Mutter wahrscheinlich zur Arbeit muss.“ Ich sprach noch ein paar Minuten mit ihr darüber, und wir überlegten, wie wir dem Mädchen helfen könnten.

Doch was in dieser Situation wirklich passiert war, realisierte ich erst ein paar Stunden später. Als die Mutter mit ihrem Kind hereinkam, blickten einige Kinder sie neugierig an. Die älteren dagegen sahen gar nicht erst hin. Ganz besonders bedeutsam war jedoch, dass keiner der Eltern auch nur einen Blick auf die Mutter mit ihrem Kind warf. Sie alle ignorierten die zwei komplett, als würden sie nichts hören. Und da wurde mir plötzlich etwas klar. Weiterlesen

Kindergeld

Werdende Eltern müssen sich mit näher rückendem Geburtstermin mit einem Wust an Formularen und Anträgen auseinandersetzen. Um dies ein wenig zu erleichtern, gibt es hier ein paar Infos zum Thema Kindergeld.

Die durchschnittliche Kinderzahl je Frau liegt aktuell ungefähr bei 1,47 Kindern. Diese Zahl reicht nicht aus, um die Bevölkerungszahl in Deutschland stabil zu halten. Der deutsche Staat versucht deshalb Familien zu unterstützen und Anreize für das Gründen einer Familie zu schaffen. Eine Maßnahme ist das Zahlen von Kindergeld. Für jedes Kind bekommen die Eltern eine monatliche Zahlung, die zur Deckung der durch die Kinder entstehenden Unkosten beitragen soll. Seit 2016 sind das:

  • 190 Euro fürs 1. und 2. Kind
  • 196 Euro fürs 3. Kind
  • 221 Euro für alle weiteren Kinder

Wie lange bekommt man Kindergeld?

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Umgang mit Süßigkeiten

Momentan gibt es kaum ein Thema, das mich mehr aufregt und aus der Ruhe bringt. Unsere Tochter ist nun fast 4 ½ Jahre alt und seit kurzer Zeit ist sie täglich im Süßigkeitenfieber. Man könnte es auch Zuckerwahn nennen. Die erste Frage nach dem Aufstehen ist: „Kann ich was Süßes?“. Und so geht es den ganzen Tag weiter. Im Supermarkt ist es jedes Mal ein Drama, wenn ich weder den Riesen-Schokohasen für 5€ noch das fußballgroße Oster-Schoko-Überraschungsei kaufe.

Was also tun, um wieder Normalität in dieses Thema zu bringen? Weiterlesen

Streichelüberfluss

Kinder verstehen es von Geburt an, die Befriedigung ihrer Bedürfnisse einzufordern. Erst durch Schreien und später immer differenzierter durch Gesten, Mimik und letztlich Sprache.

Der Psychologe Abraham Maslow befasste sich damit, wie wir Bedürfnisse wahrnehmen und fand heraus, dass sie einer Rangordnung entsprechend ihrer Dringlichkeit folgen, die sich als Pyramide darstellen lässt. Ist eine untere Ebene unbefriedigt, bestimmt sie unser Verhalten. An unterster Stelle finden sich unsere physiologischen Bedürfnisse Hunger, Durst und Sexualität. Erst danach treten komplexere Bedürfnisse, wie Sicherheit, Stabilität, Ordnung, Schutz, Freiheit von Angst und Chaos, Struktur, Ordnung und Gesetz auf. Sind diese Bedürfnisse befriedigt, wird uns das Bedürfnis nach Liebe, Selbstachtung und Selbstverwirklichung bewusst. Ist beispielsweise das Bedürfnis nach Sicherheit und Stabilität nicht befriedigt, können wir uns nur wenig mit der eigenen Selbstverwirklichung befassen.
Die Familie stellt dabei die Einheit dar, die die Bedürfnisse ihrer Mitglieder bestmöglich erfüllt. Je besser dies gelingt, desto stärker wächst sie zusammen. Hier lernen wir auch den Umgang mit und das Wahrnehmen (oder nicht Wahrnehmen) unserer Bedürfnisse. Weiterlesen

Jedes Kind ist anders

Ein wenig still ist es hier geworden.. Seit einigen Monaten hört man nicht so viel von mir. Das mag vor allem an der Geburt meines zweiten Kindes liegen. Nun sind wir nicht mehr nur Eltern eines vierjährigen Mädchens, sondern auch eines mittlerweile sieben Monate alten Jungen. Seine Geburt hat viel in mir bewegt und natürlich unsere kleine Familie grundlegend verändert. Mit einem Kind sind wir zu allen Geburtstagen, Einweihungsparties und Kochabenden gegangen. Unsere Tochter war überall dabei und schlief auch überall ein.

Mit zwei Kindern verändert sich die Welt drastisch. Plötzlich reichen zwei Arme nicht mehr, um alle zufriedenzustellen. Weiterlesen