Können wir Beziehung?

„Das größte Kommunikationsproblem ist,
dass wir nicht zuhören, um zu verstehen.
Wir hören zu, um zu antworten.“

Verfasser: unbekannt

Mich schrieb vor Kurzem ein sehr interessanter Mensch an, der sich auf wissenschaftlicher und praktischer Ebene mit sehr ähnlichen Themen auseinandersetzt wie ich. Im Zuge des Austauschs empfahl er mir einen Artikel zum Thema Paarbeziehung, in dem es darum ging, wie häufig die Partnerschaft zerbricht, weil es dem Paar nicht gelingt, Zeit, Zuwendung, Abwechslung und Achtung in ihr gemeinsames Wohl zu investieren.

Es animierte mich zu einer etwas längeren Antwort, die ich gerne – in angepasster Form – mit euch teilen möchte, denn eine gute Paarbeziehung der Eltern ist mir ein sehr wichtiges Anliegen. Sie ist für mich die Grundlage einer zufriedenen Familie und gesunder, gestärkter Kinder. Wie ich schon in älteren Artikeln schrieb, sind die meisten Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern auf Unstimmigkeiten zwischen den Eltern und Verstrickungen in der Familie zurückzuführen. Umso wichtiger ist es, dass sich die Eltern umeinander und um sich selbst, statt nur um die Kinder kümmern.

Doch oft stehen Paare vor scheinbar unlösbaren Konflikten. Das Verhalten des anderen stört. Keiner hört zu. Die Wut wächst. Der Wunsch nach einer zufriedenen Partnerschaft ist zwar da, doch wir wissen einfach nicht, wie wir unseren Partner noch erreichen können. Weiterlesen

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Krankenhaus, Kaiserschnitt und natürliche Geburt

Die Geburt eines Kindes ist der bewegendste Moment für eine Familie. So schmerzhaft die Wehen waren, plötzlich ist alles vergessen. Sanft wird das Neugeborene an die Brust der Mutter gelegt und trinkt selig, während die frisch gebackenen Eltern stolz ihr Kind bestaunen.

Doch die Realität im Krankenhaus sieht oft anders aus. Mütter werden von Hebammen oder Ärzten gehetzt und beginnen so verfrüht mit dem Pressen, was den Geburtsprozess verlangsamt und mitunter zu Verletzungen im Geburtskanal führt. Gleichzeitig raten die Ärzte immer häufiger und früher zum Kaiserschnitt. Mittlerweile sind ein Drittel der Krankenhaus-Geburten in Deutschland per Kaiserschnitt. Tendenz steigend.

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Wo ist der Platz des Kindes?

Ist die Geburt erstmal vollbracht, dreht sich die ersten Monate erst einmal alles um das neue Familienmitglied. Insbesondere beim ersten Kind brauchen die Eltern eine Weile, zu einem neuen gemeinsamen Alltag zu finden, den Umgang mit dem Baby zu erlernen und ihrer neuen Rolle gerecht zu werden.

In unzähligen Foren wird darüber diskutiert, wie es nach der Ankunft eines Kindes mit der Partnerschaft weitergeht. Die Frau ist meist noch von der Geburt angeschlagen und muss sich mindestens die ersten vier Wochen schonen. Sport sollte erst nach sechs Monaten wieder betrieben werden. Zudem hat sich der gesamte Hormonhaushalt der Frau verändert und wirkt stark auf ihre Befindlichkeit, ihre Muttergefühle und auch das Bedürfnis nach Zuwendung ein. Für den Mann hingegen hat sich körperlich nicht ganz so viel verändert. Seine Bedürfnisse nach Zuwendung und Nähe existieren ebenso wie vor der Geburt. Dieses Ungleichgewicht, gepaart mit der neuen Verantwortung für einen kleinen Menschen bereitet vielen Eltern Schwierigkeiten. Weiterlesen

Wenn Kinder Partner ersetzen…

Was bedeutet Parentifizierung und wie kommt es zustande?

Von Geburt an sind Kinder unglaublich sensibel für die Verhaltensweisen und Gefühle der Eltern, insbesondere der Mutter. Schnell merken sie, wie sie den Eltern ein Lächeln entlocken, ebenso erkennen sie, was die Eltern traurig oder wütend macht.

Die Parentifizierung wird als die Rollenumkehr zwischen Eltern und Kind bezeichnet. Das Kind übernimmt die Rolle der Mutter oder des Vaters.

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Wie Kinder glücklich werden..

… indem die Mutter zum Kind innerlich sagt: „In Dir liebe ich Deinen Vater, wie er ist, und ich freue mich, wenn Du einmal wirst wie er.“ Und der Vater zum Kind innerlich sagt: „In Dir liebe ich Deine Mutter, wie sie ist, und ich freue mich, wenn Du einmal wirst wie sie.“ Was geschieht dann mit dem Kind? Es wird glücklich. Denn es liebt beide Eltern, wie sie sind. Diese Sätze haben noch eine andere Wirkung. Das Kind wird für seinen eigenen Weg frei.