Wo ist die Liebe?

Wir stehen vor einem großen gesellschaftlichen Wandel, das bestreitet wohl niemand mehr. Die Digitalisierung und künstliche Intelligenz (KI) werden uns, unsere Arbeits- und Lebensweise verändern. Als Eltern wollen wir unser Kind auf die Zukunft vorbereiten. Doch dies scheint schwieriger denn je. Was können wir unseren Kindern also mitgeben? Weiterlesen

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Die Krankheit der Generation Y und Z

Laut allgemeinem Verständnis gehören zur Generation Y und Z die Jahrgänge 1981-1995 und 1995 – heute.

Einige Merkmale unterscheiden die zwei Generationen, doch eine Eigenschaft haben sie gemein: den Glauben daran, es gäbe noch etwas Besseres als den Status quo.

Sie wollen die Welt verändern, wollen es – wie die meisten Generationen vor ihnen – besser machen als die „Alten“ und geben sich mit ungenügenden Umständen nicht zufrieden. Doch so positiv diese Weltanschauung klingt, so kontrovers ist die Umsetzung.

Ich bin Jahrgang ’88. Jahrelang war ich stolzer Digital Native. Was verstehen die „Alten“ schon von der Welt von Morgen, wenn sie nicht mit Computern und Handys aufgewachsen sind?! Noch dazu gelangte ich schnell in die boomende IT-Branche, in der ohnehin alles möglich schien, woran anderswo nicht im Traum gedacht wurde. Weiterlesen

Was macht uns glücklich?

Es macht uns glücklich, schenken zu können und beschenkt zu werden. Wenn wir geben und nehmen können, erfüllt es uns mit tiefer Freude und einem Gefühl der Leichtigkeit.

Was macht uns unglücklich? Wenn wir uns in einer Situation wiederfinden, in der wir keine Möglichkeit mehr haben, großzügig zu sein und anderen Menschen etwas zu schenken. Ebenso wenn wir als Kinder lernten, unser Hab und Gut für uns zu behalten. Dann verkümmern wir innerlich. Dann fühlen wir uns einsam, selbst wenn wir in einer Gruppe von zwanzig Menschen stehen. Weiterlesen

Grenzen verschwinden durch Bewusstsein

Ich beobachte ein Baby, das mich mit wachen Augen ansieht. Tief schaut es in mich hinein und lächelt mich an. Es ist voller Vertrauen und Liebe zu sich selbst und seiner Umgebung. Selbst wenn der große Bruder vorbeikommt und es etwas grob behandelt, sieht es ihn mit purer Liebe an. Es kennt kein Richtig und Falsch, kein Gut und Böse und kein Meins und Deins.

Ich beobachte drei Kleinkinder, die mit ihren Eltern im Wald spazieren. Sie rennen, lachen, klettern und suchen Gegenstände am Boden. Manchmal rangeln sie kurz um einen Stock, doch der nächste ist schnell gefunden. Gemeinsam erkunden sie die scheinbar unendliche Gegend, erfinden neue Spiele und fühlen sich frei.

Ich beobachte ein zweijähriges Kind, das zu Besuch bei seinem gleichaltrigen Freund ist. Auf einmal schreit einer, das sei sein Spielzeug und der andere solle es nicht haben. Und der andere schreit, er möchte aber genau dieses Spielzeug ebenfalls. Beide sind vor Wut völlig aufgelöst, ziehen sich an den Haaren und weinen. Die Erwachsenen greifen ein, schlichten und verteilen die Gegenstände gerecht. Der Streit legt sich für den Moment, doch die Situation wiederholt sich regelmäßig.

Ich beobachte ein Land, das von seinen Machthabern geteilt wird. Grenzen werden auf einer Landkarte eingezogen. Strich für Strich für Strich. Willkürlich. Vielleicht begründet mit Flüssen, Bergen oder Rohstoffen. Menschen kommen darin nicht vor. Menschen, die Freunde sind. Menschen, die eine Familie sind. Menschen, die sich jahrelang gegenseitig halfen. Und plötzlich sehe ich, wie sie alle um das kämpfen, was ihnen vermeintlich zusteht. Keiner will weniger vom Kuchen abbekommen. Keiner will auf die Rohstoffe auf der anderen Seite des Flusses verzichten. Alle sind in Angst, ihnen würde etwas weggenommen und sie würden zu wenig zum Leben behalten. Weiterlesen