„Das macht man nicht!“

Einer der schlimmsten Sätze, die Eltern sagen können. Keine Sorge, ich sage ihn leider auch hin und wieder, wenn ich in Erklärungsnot bin. „Das macht man nicht.“ oder auch gerne „Liebe Kinder tun das nicht.“ oder „Das ist böse.“ Was soll ein Kind von zwei Jahren damit anfangen? Es versteht den Satz nicht. Es merkt nur, ah, Mama will das nicht. Meist reagiert es durchaus darauf, aber letztlich ist es eine inhaltslose Floskel der Erwachsenen. Auch beliebt ist das Wort „Bitte“, wenn wir eigentlich eine sofortige Handlung vom Kind erwarten.

Was steckt eigentlich dahinter?
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„Du stellst dich immer so blöd an!“

Unser Gehirn funktioniert ganz einfach: Wiederholung prägt sich ein.

Beim ersten Mal ist ein Weg noch unbekannt und dauert lange. Bereits beim zweiten Mal geht er deutlich schneller und wir haben uns erste Eckpfeiler eingeprägt. Mit jedem weiteren Mal wird er uns vertrauter, bis wir ihn schließlich mit verbundenen Augen gehen könnten.

Im Laufe der Zeit, die man mit seinem Kind verbringt, glaubt man, dessen Eigenheiten, Stärken und Schwächen zu kennen. Die Fähigkeiten eines Menschen verändern sich sehr häufig. Besonders natürlich in den ersten Lebensjahren.

Was passiert dann, wenn wir unserem Kind immer und immer wieder sagen: „Du kannst einfach nicht rechnen.“ Oder „Du stellst dich immer so blöd an.“ Oder anderen erzählen: „Mein Kind tut sich immer weh.“ Oder „Mein Kind lernt nie, vernünftig zu essen.“ Oder „Mein Kind mag kein Gemüse.“ Oder „Mein Kind ist immer so tollpatschig.“ Weiterlesen