Die Geburt eines Menschen ist das größte Wunder der Natur.
Archiv für den Monat Juni 2013
Erfolg
Ein Kind großzuziehen, ist der größte Erfolg des Menschen. Nichts hinterlässt tiefere Spuren in der Welt oder ist eine größere Herausforderung.
Keine Karriere, keine Erfindung, keine Mondlandung und keine Hilfeleistung sind ein größerer Erfolg.
Sich dessen bewusst zu werden, ist jedoch wahrscheinlich der schwierigste Schritt.
Kindertrotz – was tun?
Man sagt, die erste Trotzphase beginnt zwischen 1 1/2 und 3 Jahren. Wenn etwas nicht klappt oder Mama nicht so will, wie man es gerne hätte, wird der nächst beste Gegenstand gehauen oder man schmeißt sich wütend auf den Boden. Kinder in dieser Phase werden urplötzlich furchtbar zornig und schreien, bis sie selbst gar nicht mehr wissen, was der Auslöser war.
Doch kommt es nur mir so vor oder war das früher irgendwie anders? Weiterlesen
Wie Kinder glücklich werden..
… indem die Mutter zum Kind innerlich sagt: „In Dir liebe ich Deinen Vater, wie er ist, und ich freue mich, wenn Du einmal wirst wie er.“ Und der Vater zum Kind innerlich sagt: „In Dir liebe ich Deine Mutter, wie sie ist, und ich freue mich, wenn Du einmal wirst wie sie.“ Was geschieht dann mit dem Kind? Es wird glücklich. Denn es liebt beide Eltern, wie sie sind. Diese Sätze haben noch eine andere Wirkung. Das Kind wird für seinen eigenen Weg frei.
Brauchen Babys einen Schnuller?
Das erste Geschenk, das wir nach der Geburt unserer Tochter erhielten, war ein seltsam geformter Schnuller, den normalerweise nur Frühchen im Krankenhaus bekommen. Eine befreundete Krankenschwester hatte ihn extra für uns von der Arbeit mitgebracht, weil es diese nicht im Geschäft zu kaufen gibt. Er hatte tatsächlich Ähnlichkeit mit einer Brust und war nicht wie andere dem Gaumen entsprechend geformt. Unsere Tochter verweigerte ihn jedoch konsequent und ich hatte mir auch geschworen, keinen Schnuller zu verwenden.
Das Thema ließ mich jedoch nicht los. Ich las hin und wieder Berichte darüber, dass Kinder ohne Schnuller häufig den Daumen im Mund haben würden, was angeblich das größere Übel sei, denn den könne man ja nicht wegnehmen. Doch auch der Daumen interessierte meine Tochter wenig.
Mit ungefähr vier Monaten überkam mich plötzlich der Gedanke, hinsichtlich der Brust etwas weniger wichtig für meine Tochter werden zu wollen, indem ich ihr nachts den Schnuller gebe. Weiterlesen
HypnoBirthing
Was ist denn HypnoBirthing? Der ein oder andere hat den Begriff vielleicht schon mal gehört. Die Mehrheit aber wird sich wahrscheinlich fragend umschauen.
Mit 22 Jahren nahm ich an 10 Hypnose-Sitzungen teil, um zu lernen, wie ich mich selbst in Tiefenentspannung bringen kann. Als ich dann schwanger war, ließ mich das Thema nicht los. Ich erfuhr vom so genannten HypnoBirthing. Dabei handelt es sich um eine Methode, durch Selbsthypnose totale Entspannung und Konzentration zu erreichen. Frauen, die diese Methode anwenden, gehen davon aus, dass man bei der Geburt eines Kindes keine Schmerzen haben braucht. Der weibliche Körper ist insbesondere für das Gebären der Nachkommen gebaut und der Mensch hätte sich sicher nicht so rasant entwickelt, wäre jede dritte Frau damals bei der Geburt gestorben oder hätte danach keine weiteren Kinder mehr gewollt, weil sie solche Schmerzen erlitt.
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Was wir unseren Kindern durch zu starke Fürsorge nehmen…
Stellt euch vor, ihr habt soeben ein neues Smartphone gekauft. Leuchtend und neu liegt es in eurer Hand und wartet nur darauf, gestartet zu werden. Ihr wollt gerade die Einstellungen einrichten, da kommt eure Mutter, nimmt euch das Handy weg und sagt: „Du kannst das noch nicht. Ich mach das schnell für dich.“ Wenn euch Smartphones nicht so liegen, übertragt die Geschichte auf ein Küchengerät oder ein neues Auto.
Egal welchen Alters: Was fühlt ihr dabei? Warum lässt eure Mutter euch nicht selbstständig agieren? Warum traut sie euch nichts zu?
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Kinderwagen vs. Tragetuch im ersten Lebensjahr
Ich möchte einmal meine persönliche Gegenüberstellung des Kinderwagens und des Tragetuchs vorstellen und bin dankbar für jede Erweiterung.
Kinderwagen:
- Das Baby kann problemlos einschlafen und behindert die Mutter dann nicht
- Mutter und Kind können sich frei bewegen
- Der Einkauf kann ohne Einschränkungen im Kinderwagen transportiert werden
- Lange Strecken sind gut zu Fuß zu meistern
Tragetuch:
- Hände sind immer frei und jegliche Arbeiten können erledigt werden
- Unterwegs stellen Treppen kein Hindernis dar
Wie viel Nein ist sinnvoll?
Meine Tochter ist nun 20 Monate alt. Sie läuft sicher und aus ihrer Perspektive gibt es wahrscheinlich nicht mehr viel, das sie nicht kann. Hat sie sich etwas in den Kopf gesetzt, braucht es viel Überzeugungskraft, sie davon abzubringen. Hinter jeder Hecke, in jedem Gegenstand lauert gewissermaßen eine Gefahr oder ein potenzielles Verbot, das ich ihr klarmachen muss. Da ist die Straße, da ist die Vase, da ist das Glas. Alles Dinge, die man schnell mit einem „Nein“ in Verbindung bringt.
Doch wann genau ist nun ein „Nein“ angebracht? Wann lasse ich Konsequenzen folgen, wenn es nicht eingehalten wird?
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Schnell abstillen – oder doch lieber Langzeitstillen?
Schon immer wusste ich, dass es für mich das Größte sein würde, mein Kind zu stillen. Ich selbst wurde sehr lange gestillt und habe viele Studien gelesen, die besagen, dass gestillte Kinder einen höheren EQ haben, sogar einen höheren IQ, weniger anfällig für Übergewicht sind und ein besseres Immunsystem aufbauen.
Meine Tochter kam in einem Geburtshaus zur Welt und wurde mir Sekunden nach der Geburt an die Brust gelegt. Es war einer der schönsten Momente meines Lebens. Ein winziges Wesen, dessen Gesicht wir uns so lange ausgemalt hatten und auf das wir neun Monate lang gespannt waren, lag plötzlich auf meinem Bauch und schaute uns mit großen Augen an. Und ohne dass sie jemals eine Brust gesehen hätte oder ihr jemand erklärt hätte, wie man saugt, nuckelte sie als hätte sie nie etwas anderes getan.
Meine Tochter schlief vom ersten Tag an sehr gut und war durch und durch entspannt. Ich stillte sie, wann immer sie danach verlangte und auch nachts ermöglichte es mir einen fast durchgängigen Schlaf. Doch schon bald lernte ich andere Mütter kennen und merkte schnell, dass fast alle, sogar wenn sie erfolgreich stillten, das ambitionierte Ziel verfolgten, nach maximal sechs Monaten abzustillen. Weiterlesen