Tandemstillen

Tandemstillen bedeutet, zwei Kinder (heutzutage in der Regel Geschwister) zu stillen. Ich werde hin und wieder mit der Frage konfrontiert, wie man denn ein älteres Kind und einen Säugling gleichzeitig stillen könne. Die Frage zielt vor allem darauf ab, ob der Säugling denn dann die richtige und überhaupt genug Milch bekommt. Und wie geht es der Mutter eigentlich dabei? Weiterlesen

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Jeden Tag mehr Bewusstheit

Schon bevor unsere Tochter geboren war, wusste ich, sie soll in unserem Bett schlafen. Ich hatte einiges über das „Familienbett“ gelesen und war davon begeistert. Erstmal fanden das auch alle toll, denen wir davon erzählten. Doch schon nach einigen Monaten kamen die ersten komischen Blicke. „Wie, eure Tochter schläft immer noch bei euch? Da wird sie ja nie selbstständig!“ Es folgten noch weitere Vorurteile, bis die meisten es einfach akzeptierten und wir nicht mehr viel darüber sprachen.

Ein sehr häufig angetroffenes Argument war: das Kind wolle dann sicher niemals aus dem elterlichen Bett ausziehen. Ich fand diese Aussage schon immer merkwürdig. Denn sie impliziert, dass ein Kind niemals erwachsen werden will. Weiterlesen

Süßigkeiten und Schnuller

Jede fünfte Doku im Fernsehen handelt mittlerweile davon. Jede Frauenzeitschrift beschäftigt sich mit dem Thema. Übergewicht.
Es ist nicht nur mühsam im Alltag, es setzt unserer Gesundheit auch stark zu. Insbesondere bei Kindern. Immer mehr Kinder leiden schon in frühen Jahren an Diabetes Typ 2 und kennen schon lange kein Hunger- oder Sättigungsgefühl mehr.
Trotz stärkerer Aufklärung sieht man immer noch Kinder, die schon mit einem Jahr Cola trinken und dabei fast stolz von ihren Eltern (die ebenfalls Cola trinken) betrachtet werden. Wie wir alle wissen, besteht Cola neben Wasser vor allem aus Zucker und Koffein. An dieser Stelle frage ich mich immer, ob diese Eltern ihrem Kleinkind auch Kaffee zum Frühstück anbieten. Gezuckert natürlich.
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Babybett und eigenes Zimmer

Egal, wohin man kommt. Im ersten Lebensjahr des Kindes wird man non-stop gefragt: „Und, wie schläft dein Kind? Schläft es schon durch? Schläft sie schon in ihrem eigenem Bettchen?“

In jedem Café, bei jedem Spaziergang, in jeder Krabbelgruppe ist es Thema.
Ja, ein Säugling ist eine Umstellung. Und klar, man wird definitiv öfter wach als vorher, als man acht Stunden am Stück schlafen konnte. Immer mehr Kindern steckt die anstrengende Geburt förmlich in den Knochen und wirkt sich negativ auf das Schlafverhalten aus. Diese Kinder schreien oft die ersten Monate vermeintlich grundlos Tag und Nacht. Dann hilft unter anderem der Osteopath, der die Verspannungen im Körper des Säuglings löst, die während der Geburt entstanden und für durchgängiges Schreien sorgten. Die Craniosacrale Ostheopathie wird im Speziellen für Kinder mit Schmerzen und Körperverspannungen empfohlen.

Doch was hat es auf sich mit dem Kinderbett?

Wann immer ich mit Müttern in der Krabbelgruppe sprach, berichteten sie mir von ihren Fortschritten, das Baby endlich ins eigene Bett oder sogar ins eigene Zimmer zum Schlafen gebracht zu haben. Weiterlesen

HypnoBirthing

Was ist denn HypnoBirthing? Der ein oder andere hat den Begriff vielleicht schon mal gehört. Die Mehrheit aber wird sich wahrscheinlich fragend umschauen.

Mit 22 Jahren nahm ich an 10 Hypnose-Sitzungen teil, um zu lernen, wie ich mich selbst in Tiefenentspannung bringen kann. Als ich dann schwanger war, ließ mich das Thema nicht los. Ich erfuhr vom so genannten HypnoBirthing. Dabei handelt es sich um eine Methode, durch Selbsthypnose totale Entspannung und Konzentration zu erreichen. Frauen, die diese Methode anwenden, gehen davon aus, dass man bei der Geburt eines Kindes keine Schmerzen haben braucht. Der weibliche Körper ist insbesondere für das Gebären der Nachkommen gebaut und der Mensch hätte sich sicher nicht so rasant entwickelt, wäre jede dritte Frau damals bei der Geburt gestorben oder hätte danach keine weiteren Kinder mehr gewollt, weil sie solche Schmerzen erlitt.
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Schnell abstillen – oder doch lieber Langzeitstillen?

Schon immer wusste ich, dass es für mich das Größte sein würde, mein Kind zu stillen. Ich selbst wurde sehr lange gestillt und habe viele Studien gelesen, die besagen, dass gestillte Kinder einen höheren EQ haben, sogar einen höheren IQ, weniger anfällig für Übergewicht sind und ein besseres Immunsystem aufbauen.

Meine Tochter kam in einem Geburtshaus zur Welt und wurde mir Sekunden nach der Geburt an die Brust gelegt. Es war einer der schönsten Momente meines Lebens. Ein winziges Wesen, dessen Gesicht wir uns so lange ausgemalt hatten und auf das wir neun Monate lang gespannt waren, lag plötzlich auf meinem Bauch und schaute uns mit großen Augen an. Und ohne dass sie jemals eine Brust gesehen hätte oder ihr jemand erklärt hätte, wie man saugt, nuckelte sie als hätte sie nie etwas anderes getan.

Meine Tochter schlief vom ersten Tag an sehr gut und war durch und durch entspannt. Ich stillte sie, wann immer sie danach verlangte und auch nachts ermöglichte es mir einen fast durchgängigen Schlaf. Doch schon bald lernte ich andere Mütter kennen und merkte schnell, dass fast alle, sogar wenn sie erfolgreich stillten, das ambitionierte Ziel verfolgten, nach maximal sechs Monaten abzustillen. Weiterlesen