Die häufigsten Argumente gegen das Familienbett – kurz und knackig

1. Höhere Gefahr des plötzlichen Kindstods (SIDS).
Man stellte fest, dass Säuglinge im ersten Lebensjahr deutlich häufiger im eigenen Bett durch SIDS sterben. Die Ursachen sind bis heute nicht geklärt. Neuere Theorien gehen davon aus, dass besonders der Übergang vom Wach- in den Schlafzustand gefährdet ist. Man vermutet eine Störung der Steuerung von Atmung und Herztätigkeit im Gehirn als Auslöser. Der Übergang zwischen Tiefschlaf und Traumphase ist sehr intensiv. Das Gehirn arbeitet in dieser Phase etwas instabil. Da das Gehirn so stark dadurch beansprucht wird, kann es zu Atem- und Herzschlagstillstand kommen. Das ist in den ersten Lebensmonaten die Regel. Normalerweise sind diese Pausen so kurz, dass Atmung und Herzschlag wieder zum normalen Rhythmus finden. Erhält das Kind in dieser kurzen Pause keinen Stimulus von außen, kann die Pause jedoch zu lange dauern und so zum Sterben führen. Es hat sich gezeigt, dass insbesondere die Atemgeräusche der Eltern das Kind zum Weiteratmen animieren und so die regelmäßige Atmung erst erlernt wird. Hierzu ist folgender Artikel lesenswert: Keine Angst vorm Familienbett.

2. Die Erwachsenen könnten sich über das Kind rollen und dieses so ersticken.
Ich habe noch nie zwei Erwachsene in einem Bett erlebt, die sich aus Versehen nachts übereinander gerollt haben. Selbst eine Frau mit tiefem Schlaf wacht beim kleinsten Pieps auf, wenn sie ein Kind hat. Auch, wenn dieses in einem anderen Zimmer schläft und erst recht, wenn es neben ihr liegt. Die Natur sieht es so vor, dass der mütterliche Instinkt uns hochsensibel für die Geräusche des Kindes macht. Mir ist es kein einziges Mal passiert, dass ich mich auch nur annähernd über meine Tochter gerollt hätte. Beim kleinsten Pieps konnte ich mich zu ihr umdrehen, habe sie gestillt und weitergeschlafen. Es gab keine entspanntere Variante, und ich war stets ausgeschlafen. Wir haben dabei darauf geachtet, dass unsere Tochter niemals zwischen uns und ihr Kopf auf unserer Kopfhöhe ohne Kissen liegt und sie möglichst eine eigene Decke oder einen Schlafsack hat.

3. Die Eltern haben keine Privatsphäre mehr.
Es gibt auch noch andere Plätze in der Wohnung/dem Haus außer dem gemeinsamen Bett. Wenn die Eltern jede Nacht fünfmal aufstehen müssen, um das Kind zu beruhigen, fragt auch niemand nach Privatsphäre.

4. Das Kind lernt nicht, alleine zu schlafen und selbstständig zu sein.
Als unsere Tochter mit einem Jahr in die Kita kam, hat es genau eine Woche gedauert, bis sie problemlos mit allen anderen Kindern zusammen mittags im eigenen Bett schlief. Es gab nie Probleme. Verglichen mit vielen anderen Kindern ist sie äußerst selbstständig und holt mich nur zu Hilfe, wenn sie etwas alleine nicht schafft.

Weiterer Artikel zum Thema Familienbett: Babybett und eigenes Zimmer.

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