Bedingungslose Liebe des Kindes

Ein Neugeborenes betrachtet seine Eltern mit bedingungsloser Liebe. Es bekommt Nähe und Nahrung von der Mutter und übergibt sein Schicksal in ihre Hände.

Wenn wir von Kindern sprechen, die ihre Eltern lieben, meinen wir oft Kinder, die artig und gehorsam sind. Kinder, die brav zur Schule gehen, gute Noten mitbringen, sich nicht prügeln, immer lachen, essen, was auf den Tisch kommt.

Doch immer öfter hört man von Kindern im Jugendalter, die aus dem Ruder laufen, die ihre Eltern anschreien, nicht auf Vereinbarungen hören, Türen knallen, die Schule schwänzen oder die Eltern gar ignorieren. Was hat das mit Liebe zu tun? Wo ist die anfängliche bedingungslose Liebe hin?
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Pflege der Beziehung

Aller Anfang ist schwer..

Die ersten Wochen des neuen Familienglücks sind aufregend, spannend und überwältigend. Das Paar muss sich erst an die neue Rolle und die neuen Aufgaben gewöhnen. Der Alltag kann warten. Oft sitzen Mutter und Vater einfach nur staunend vor ihrem Kind und vergessen vor Glück alles um sich herum.

Manche Kinder sind in den ersten Monaten sehr pflegeleicht, andere schreien Tag und Nacht. Die Mutter als Nahrungs- und Wärmequelle kümmert sich meist rund um die Uhr um das Neugeborene. Die Elternschaft birgt die Gefahr, sich nur noch mit dem Kind zu beschäftigen und mit dem Partner nur noch über die Kinder zu sprechen. So verliert das Paar das Gemeinsame aus den Augen und die Beziehung leidet. Der Mann wünscht sich, seiner Frau auch wieder körperlich nah zu sein. Die Frau wird unzufrieden, weil der Mann zu wenig im Haushalt hilft und zu wenig zu Hause ist.
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Die Liebe als Paar nährt die Liebe als Eltern …

Zitat

Erst durch ein Paar entstehen Kinder. Deshalb hat die Paarbeziehung Vorrang vor der Eltern-Kind-Beziehung – ihre Liebe als Paar geht ihrer Liebe als Eltern voraus und, wie die Wurzeln den Baum, so trägt und nährt ihre Liebe als Paar auch ihre Liebe als Eltern zum Kind.

„Deine Erziehungsweise ist falsch.“

Anna und Lars sind frisch gebackene Eltern. Das Weihnachtsfest steht vor der Tür und das erste Mal in ihrer Beziehung wollen sie Weihnachten gemeinsam feiern. Beide rennen los und kaufen Weihnachtsschmuck. Anna macht sich so gleich an die Dekoration. Als Lars nach einer Stunde den Raum betritt, fällt er fast in Ohnmacht: „Wie kannst du den Baum denn ganz in Rot schmücken? Bei uns zu Hause war der Baum immer in Silber.“ Beide bestehen darauf, die einzig richtige Baumdekoration zu haben, denn so kennen sie es ja von zu Hause. Eine Einigung kommt nicht in Frage.

Anna und Lars sitzen mit ihrem nun drei Jahre alten Sohn beim Italiener. Als der Teller Spaghetti endlich dampfend vor ihnen steht, schneidet Anna ihrem Sohn sorgfältig jede Nudel mit dem Messer in mundgerechte Stücke. Lars verdreht die Augen und sagt genervt: „Wann lernt der Junge endlich, die Nudeln vernünftig mit Löffel und Gabel zu essen?“ Der Junge sieht seine Mutter erwartungsvoll an. Sie ignoriert ihren Mann und sagt gelassen in Richtung ihres Sohnes: “ Bei uns zu Hause wurden die Spaghetti immer geschnitten. Das hat noch niemandem geschadet. Nicht wahr, mein Junge?“

Wie schmückt man den Weihnachtsbaum? Wie isst man Spaghetti? Wer hat recht, Mutter oder Vater? Doch worum geht es eigentlich?
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Vater und Kind

„Werd‘ bloß nicht wie dein Vater…“ höre ich hin und wieder von Müttern. Viele Frauen tragen eine mehr oder weniger bewusste Wut gegenüber Männern in sich. Insbesondere alleinerziehende Mütter haben damit zu kämpfen, mit der Trennung vom Partner sowie der alleinverantwortlichen Erziehung des Kindes und des Alltags zurechtzukommen. Nicht selten bleibt dabei Wut über den Mann zurück. Wir irren uns gewaltig, wenn wir glauben, ein Kind würde nur das mitbekommen, was wir ihm erzählen. Im Gegenteil, es wird umso verwirrter sein, wenn sein Gefühl nicht zu dem passt, was die Eltern ihm mitteilen.

Viele alleinerziehende Mütter lehnen den Kontakt zwischen Vater und Kind ab oder fördern ihn zumindest nicht. Weiterlesen

Wo ist der Platz des Kindes?

Ist die Geburt erstmal vollbracht, dreht sich die ersten Monate erst einmal alles um das neue Familienmitglied. Insbesondere beim ersten Kind brauchen die Eltern eine Weile, zu einem neuen gemeinsamen Alltag zu finden, den Umgang mit dem Baby zu erlernen und ihrer neuen Rolle gerecht zu werden.

In unzähligen Foren wird darüber diskutiert, wie es nach der Ankunft eines Kindes mit der Partnerschaft weitergeht. Die Frau ist meist noch von der Geburt angeschlagen und muss sich mindestens die ersten vier Wochen schonen. Sport sollte erst nach sechs Monaten wieder betrieben werden. Zudem hat sich der gesamte Hormonhaushalt der Frau verändert und wirkt stark auf ihre Befindlichkeit, ihre Muttergefühle und auch das Bedürfnis nach Zuwendung ein. Für den Mann hingegen hat sich körperlich nicht ganz so viel verändert. Seine Bedürfnisse nach Zuwendung und Nähe existieren ebenso wie vor der Geburt. Dieses Ungleichgewicht, gepaart mit der neuen Verantwortung für einen kleinen Menschen bereitet vielen Eltern Schwierigkeiten. Weiterlesen

Wenn Kinder Partner ersetzen…

Was bedeutet Parentifizierung und wie kommt es zustande?

Von Geburt an sind Kinder unglaublich sensibel für die Verhaltensweisen und Gefühle der Eltern, insbesondere der Mutter. Schnell merken sie, wie sie den Eltern ein Lächeln entlocken, ebenso erkennen sie, was die Eltern traurig oder wütend macht.

Die Parentifizierung wird als die Rollenumkehr zwischen Eltern und Kind bezeichnet. Das Kind übernimmt die Rolle der Mutter oder des Vaters.

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Erfolg

Ein Kind großzuziehen, ist der größte Erfolg des Menschen. Nichts hinterlässt tiefere Spuren in der Welt oder ist eine größere Herausforderung.

Keine Karriere, keine Erfindung, keine Mondlandung und keine Hilfeleistung sind ein größerer Erfolg.

Sich dessen bewusst zu werden, ist jedoch wahrscheinlich der schwierigste Schritt.

Wie Kinder glücklich werden..

… indem die Mutter zum Kind innerlich sagt: „In Dir liebe ich Deinen Vater, wie er ist, und ich freue mich, wenn Du einmal wirst wie er.“ Und der Vater zum Kind innerlich sagt: „In Dir liebe ich Deine Mutter, wie sie ist, und ich freue mich, wenn Du einmal wirst wie sie.“ Was geschieht dann mit dem Kind? Es wird glücklich. Denn es liebt beide Eltern, wie sie sind. Diese Sätze haben noch eine andere Wirkung. Das Kind wird für seinen eigenen Weg frei.