Beeil dich!

Ich komme von der Arbeit. Der Tag war zwar nicht körperlich anstrengend, dennoch sehne ich mich nach einem Sessel.

In der Kita angekommen, begrüßt mich meine Tochter freudestrahlend. Sie will sofort auf den Arm genommen werden. Ich gehe mit ihr zur Garderobe.

Vor ein paar Wochen erlebte ich hier den ersten Aufstand. Dort gab es so viele interessante Gegenstände zu erklimmen. Jede Bemühung, sie davon loszueisen und anzuziehen, wurde mit lautem Schreien quittiert, bis sie sich teilweise sogar lauthals schreiend und um sich schlagend auf den Boden warf. Eines Nachmittags hatte ich dann einfach ihre Schuhe und Jacke geschnappt, die Tür geöffnet und gesagt, dass ich sie draußen anziehen möchte. Als wäre nie etwas gewesen, war sie mir gefolgt. Seitdem ist die Garderobe kein Ort des Schreckens mehr.

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Helikopter-Eltern

Es gibt ein neues Phänomen unter Eltern. Neudeutsch wird es „Helikopter-Eltern“ genannt und besagt so viel wie, Eltern, die ständig um ihr Kind herumkreisen, es teilweise sogar auf Schritt und Tritt überwachen, ständig in Angst und Sorge um das Kind leben und jedes Ereignis des Kindes zum eigenen Erfolg oder Misserfolg machen. Das Phänomen tritt vor allem in der Mittel- und Oberschicht auf.

Während man früher vielen Eltern vorwarf, sie hätten sich nicht um ihre Kinder gekümmert, schlägt das Pendel heute in die andere Richtung aus. Eltern bemuttern ihre Kinder bis sie das Haus verlassen und darüber hinaus. Wenn das Kind schlechte Noten nach Hause bringt, wird der Schuldirektor persönlich angerufen. Jedes Steinchen, jedes Hindernis wird dem Kind aus dem Weg geräumt, bevor es überhaupt ahnt, dass etwas passieren könnte. Schon im Säuglingsalter beschäftigen sich die Eltern damit, wie sie ihr Kind besonders gut fördern können. Diese Kinder sind kleine Prinzessinnen und Prinzen. Sie sind die Augäpfel ihrer Eltern, sollen es einmal besser haben als sie und nie Schwierigkeiten erleben. Auf den ersten Blick mag dieses Verhalten lobenswert klingen. Doch der zweite Blick ist umso enttäuschender.

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Ich konnte nicht stillen

Das Stillen ist ein hochkomplexer Akt des Körpers. Auch wenn Studien besagen, dass 90% der Frauen stillen können, sehen die realen Zahlen anders aus. Für den Milcheinschuss sind die ersten Minuten nach der Geburt sowie die Geburt selbst von großer Bedeutung. Durch einen Kaiserschnitt und die dadurch nicht vorhandenen Hormone im Körper wird der Milcheinschuss sehr erschwert. Weiterlesen

Was tun, wenn der Heißhunger kommt?

Viele Kinder können es vor dem Essen kaum noch aushalten, werden immer unruhiger oder sogar wütend vor Hunger. Bei manchen gibt es auch bestimmte Situationen, in denen sie immer etwas essen wollen. Beispielsweise wenn man nach Hause kommt oder das Kind von der Kita abholt. Oft macht es den Eindruck, das Kind hätte den ganzen Tag nichts gegessen. Weiterlesen

Jeden Tag mehr Bewusstheit

Schon bevor unsere Tochter geboren war, wusste ich, sie soll in unserem Bett schlafen. Ich hatte einiges über das „Familienbett“ gelesen und war davon begeistert. Erstmal fanden das auch alle toll, denen wir davon erzählten. Doch schon nach einigen Monaten kamen die ersten komischen Blicke. „Wie, eure Tochter schläft immer noch bei euch? Da wird sie ja nie selbstständig!“ Es folgten noch weitere Vorurteile, bis die meisten es einfach akzeptierten und wir nicht mehr viel darüber sprachen.

Ein sehr häufig angetroffenes Argument war: das Kind wolle dann sicher niemals aus dem elterlichen Bett ausziehen. Ich fand diese Aussage schon immer merkwürdig. Denn sie impliziert, dass ein Kind niemals erwachsen werden will. Weiterlesen

Angebot und Nachfrage

Wenn das Baby aktiver wird, Krabbeln und sogar Laufen lernt, wird auch der Appetit des Kleinen größer. Das merkt die stillende Mutter natürlich sofort am eigenen Leib. Ich höre von diesen Müttern dann oft entsetzt: „Ja, soll ich jetzt alle fünf Minuten stillen?“ Zu diesem Zeitpunkt kommt dann meist der Wunsch, zuzufüttern, denn erstens wird man von vielen Ärzten komisch angeguckt, wenn man nach 10 Monaten immer noch keinen Brei füttert und zweitens wird die Angst verbreitet, das Kind würde nicht genug Nahrung zu sich nehmen, da die Muttermilch ja nicht reiche. Doch viele Babys lehnen Brei ab. Ich selbst habe es auch mit Brei versucht, doch unsere Tochter fand diesen nie wirklich anziehend. Die mütterliche Brust war und ist immer interessanter und scheinbar auch köstlicher. Was jedoch viele vergessen: Hier kommt der Ursprung des „Angebot-Nachfrage“-Prinzips zum Tragen. Wenn der Bedarf des Kindes größer wird, passt sich auch die Menge der Muttermilch an. Das heißt, wenn das Baby nun saugt, kommt deutlich mehr Milch in kürzerer Zeit. Weiterlesen

Die verborgene Liebe „schwieriger“ Kinder

Zitat

Was in Kindern über ihr Verhalten oft ans Licht kommt, auch wenn es bedrückend ist, erweist sich als etwas, was in dem System notwendig ist, das aber die anderen selbst anzuschauen sich weigern. Das Kind nimmt es für sie auf sich. Es blickt mit Liebe auf die Ausgeschlossenen. Hinter diesem Verhalten wirkt eine verborgene Liebe. Weiterlesen