Bevor wir unser erstes Kind bekamen, waren wir ziemlich ratlos, worum wir uns als erstes kümmern sollten. Es gab zwar allerlei Listen im Internet, was man in den ersten Wochen braucht, aber so richtig vollständig erschienen mir diese nie und beinhalteten meist auch vieles, was ich von vornherein nicht wollte. Hier ist nun meine ganz persönliche Liste, der wichtigsten Dinge für die ersten Wochen für alle, die 1. ausschließlich stillen, 2. ihr Kind tragen und nicht schieben und 3. im Familienbett schlafen wollen:
Immer ein Bisschen mehr
Unsere Tochter ist nun 2 1/2 Jahre alt und ist gerade voll in der Phase, alles auszuprobieren, was ihre Fähigkeiten zulassen. Besonders gerne werden nun aber auch Grenzen getestet.
Wir stehen mit unserer Tochter auf dem Bahnsteig eines Bahnhofs. Neben uns die Treppe. Auf einmal kommt sie auf den Gedanken, sie wolle nun unbedingt die Treppen hinunter laufen. Wir zögern. Das muss doch jetzt nicht sein. Aber außer des Aufwandes gibt es auch keinen logischen Grund, es zu verbieten. Also nehme ich sie an die Hand und gehe mit ihr zur Treppe und sage „Los, dann gehen wir jetzt die Treppe runter. Aber mindestens fünf Stufen.“. Wir gehen los. Nach vier Stufen macht sie schon Anstalten, sich wieder umzudrehen, doch ich beharre auf die letzte Stufe. Dort angekommen, kehren wir wieder um und kommen beide fröhlich oben an.
Süßigkeiten und Schnuller
Jede fünfte Doku im Fernsehen handelt mittlerweile davon. Jede Frauenzeitschrift beschäftigt sich mit dem Thema. Übergewicht.
Es ist nicht nur mühsam im Alltag, es setzt unserer Gesundheit auch stark zu. Insbesondere bei Kindern. Immer mehr Kinder leiden schon in frühen Jahren an Diabetes Typ 2 und kennen schon lange kein Hunger- oder Sättigungsgefühl mehr.
Trotz stärkerer Aufklärung sieht man immer noch Kinder, die schon mit einem Jahr Cola trinken und dabei fast stolz von ihren Eltern (die ebenfalls Cola trinken) betrachtet werden. Wie wir alle wissen, besteht Cola neben Wasser vor allem aus Zucker und Koffein. An dieser Stelle frage ich mich immer, ob diese Eltern ihrem Kleinkind auch Kaffee zum Frühstück anbieten. Gezuckert natürlich.
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Weisheit
Zitat
Jedem Kind wohnt eine alte Seele inne.
Sie alle sind mit tiefer Weisheit verbunden.
Man muss nur hinschauen.
Systematische Aberziehung der Intuition
Einst waren Eltern ganz mit ihren Kindern verbunden. Die Natur sah es vor, durch die Geburt und die dabei ausgeschütteten Hormone im Körper der Frau eine tiefe Bindung zum Kind aufzubauen. Es war für das Kind überlebensnotwendig, die Zuneigung der Mutter zu erhalten und auf deren Schutz zu vertrauen. Nicht nur durch die Geburt, auch durch die lange Schwangerschaft pflegte jede Mutter eine tiefe seelische Beziehung zum Kind. Wenn das Kind schrie, war die Mutter zur Stelle. Das Kind wurde stets am Körper getragen, was nicht nur besonders praktisch im arbeitsreichen Alltag einer Sammlerin damals war, sondern sich auch positiv auf die Mutter-Kind-Beziehung und das Urvertrauen sowie die Ausgeglichenheit des Kindes auswirkte. So waren theatralische Erziehungsmaßnahmen nicht nötig. Mütter vertrauten stets auf ihre Intuition, wenn das Kind signalisierte, dass etwas nicht stimmte. Mutter und Kind waren im Einklang miteinander und handelten nicht gegeneinander. Die Frauen hatten von ihren Müttern gelernt und schon als Kinder viele andere Mütter im Umgang mit ihren Kindern beobachten können. Der Umgang mit Kindern war so selbstverständlich wie das Kochen oder das gemeinsame Singen.
AD(H)S
Aufgrund eines Kommentars widme ich mich heute dem Thema AD(H)S.
Dies ist ein sehr komplexes Thema, der Leidensdruck betroffener Eltern ist hoch und die Meinungen zahlreich. Ich möchte nicht über mögliche medizinische oder genetische Ursachen sprechen, denn damit kenne ich mich nicht aus. Ich werde hier die Erfahrungen von Aufstellungen zu diesem Thema und einigen Betreuern, die mit AD(H)S-Kindern gearbeitet haben, zusammenfassen.
Ich möchte nicht pauschalisieren und nicht runterspielen. Jeder darf seine Meinung dazu haben und auch gern eine andere als meine. Die Kinder und Eltern haben mein tiefstes Mitgefühl und meine volle Achtung, denn sie leisten Beeindruckendes! Auch wenn Eltern nicht wie im Folgenden beschrieben handeln, sind sie völlig richtig. Wir alle handeln nach bestem Wissen, und die Zuneigung zum Kind steht an erster Stelle.
Ich möchte alle betroffenen Eltern darin bestärken, ihrem Kind dankbar für seine Sensibilität zu sein. Stark aktive, unruhige und unkonzentrierte Kinder nehmen Spannungen in ihrer Umgebung besonders sensibel wahr und spiegeln diese in ihrem Verhalten. Sie sind sehr kostbare Menschen. Und sie wollen ihre Familie auf ein großes Spannungsfeld aufmerksam machen. Für mich sind diese Kinder nicht hyper-aktiv, sondern hyper-sensibel und -wachsam. Und das ist eine wertvolle Gabe.
Neuer Partner
Die 28jährige Vanessa hat sich vor drei Jahren von ihrem Freund getrennt. Sie haben ein gemeinsames Kind, Lukas. Er ist nun sechs Jahre alt. Vor Kurzem hat Vanessa einen neuen Mann kennengelernt, Lars. Als sie ihm nach einigen Wochen von ihrem Sohn erzählt, reagiert er irritiert. Er hatte noch nie eine Freundin mit einem Kind aus erster Beziehung. Aber nach einigem Überlegen kommt er zu dem Schluss, dass sie es einfach mal probieren sollten, denn er mag Vanessa wirklich sehr.
Welchen Platz nimmt ein Partner ein, wenn aus erster Beziehung bereits Kinder existieren?
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Die Bedeutung von Worten
Jedes Wort war zuvor ein Gedanke.
Jeder Gedanke bewirkt ein Gefühl.
Jedes Gefühl spiegelt eine Körperhaltung und Verhaltensweise wider.
Jede Körperhaltung und Verhaltensweise beeinflusst unsere Gefühle.
Jedes Gefühl produziert einen Gedanken.
Jeder Gedanke formt ein Wort.
Belächelt und doch immer häufiger empfohlen wird die Lach-Therapie. Dabei soll man einfach nur durchgehend lachen. Am Anfang wirkt es gezwungen, aber je länger man es praktiziert, desto mehr spiegelt es sich in unserem gesamten Gemütszustand. Wie ich bereits in einem anderen Artikel schrieb, prägt sich unser Gehirn das ein, was wir besonders häufig wiederholen.
„Ich achte deinen Vater in dir“
Welchen Hintergrund hat es, wenn Kinder zum Zentrum der Aufmerksamkeit der Eltern oder eines Elternteils werden?
In einigen Familien wird dem Sohn jeder Wunsch von den Lippen gelesen, während der Vater einsam am Rand steht und wenig Beachtung erhält.
Krippe oder zu Hause bleiben?
In der Forschung ist man sich einig: die ersten drei Jahre haben eine große Bedeutung für die Entwicklung des Kindes, insbesondere für die feste Bindung zur Mutter.
Ich persönlich habe nach einem Jahr den Wiedereinstieg in Studium und schließlich Beruf gewagt. Das ist jedoch nicht jedermanns(fraus) Lebensentwurf. Folgt man der Wissenschaft, sollten wohl alle Frauen mindestens drei Jahre zu Hause bleiben. Auch ich hätte das gern getan, doch der Wunsch, wieder in anderen Themen tätig zu werden, mein Studium zu beenden und nicht gänzlich den Anschluss zum Berufsleben zu verlieren, haben mich letztlich dazu bewegt, schon eher das Haus zu verlassen.
Als ich mich damit befasste, welche Variante für unser Kind und mich am besten wäre, fielen mir verschiedene Kinder und das Zusammenspiel mit ihren Müttern auf.