Wer sein Kind in die Betreuung durch Erzieher gibt, hat meist mit einem weinenden und einem lachenden Auge zu kämpfen. Zum einen wünscht sich jeder die Bereicherung, die es einem Kind bringt, mit vielen anderen Kindern zu spielen. Zum anderen können die wenigsten Eltern, besonders Mütter, sich vorstellen, ihr Kind für mehrere Stunden abzugeben. So schwer es ist, immer mehr Familien haben oft gar nicht die Wahl, ihr Kind länger als ein Jahr selbst zu betreuen. Welche Beweggründe auch dahinterstecken, das wichtigste ist doch, dass Eltern und Kind sich wohl fühlen und dieser Schritt möglichst zu einem Zeitpunkt kommt, an dem das Kind reif genug ist, die längere Abwesenheit der Bezugsperson zu meistern. Das ist natürlich sehr individuell. Oft aber früher als man denkt.
Meine Erfahrung zeigt, dass ein Kind dann besonders gut ins Kita-Leben hineinwächst, wenn es auch der Mutter leicht fällt, ihr Kind loszulassen. Gerade Mütter neigen dazu, ihrem Kind nicht zuzutrauen, dass es auch ohne die bekannten Personen zurechtkommt. Sie sind voller Ängste und kämpfen vielleicht auch mit der Distanz, die nun durch neue Bezugspersonen und die Erfahrung der Selbstständigkeit entsteht.
Wer seinem Kind also den Einstieg erleichtern möchte, der arbeite zuerst einmal daran, sich seine eigenen Gefühle bewusst zu machen und bei Ängsten, diese zu minimieren, denn Kinder können meist mehr, als wir denken.
Doch welche Kriterien sind nun relevant bei der Suche nach einer Kita für ein Kind unter drei Jahren?