Kinderwagen vs. Tragetuch im ersten Lebensjahr

Ich möchte einmal meine persönliche Gegenüberstellung des Kinderwagens und des Tragetuchs vorstellen und bin dankbar für jede Erweiterung.

Kinderwagen:

  • Das Baby kann problemlos einschlafen und behindert die Mutter dann nicht
  • Mutter und Kind können sich frei bewegen
  • Der Einkauf kann ohne Einschränkungen im Kinderwagen transportiert werden
  • Lange Strecken sind gut zu Fuß zu meistern

Tragetuch:

  • Hände sind immer frei und jegliche Arbeiten können erledigt werden
  • Unterwegs stellen Treppen kein Hindernis dar
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Wie viel Nein ist sinnvoll?

Meine Tochter ist nun 20 Monate alt. Sie läuft sicher und aus ihrer Perspektive gibt es wahrscheinlich nicht mehr viel, das sie nicht kann. Hat sie sich etwas in den Kopf gesetzt, braucht es viel Überzeugungskraft, sie davon abzubringen. Hinter jeder Hecke, in jedem Gegenstand lauert gewissermaßen eine Gefahr oder ein potenzielles Verbot, das ich ihr klarmachen muss. Da ist die Straße, da ist die Vase, da ist das Glas. Alles Dinge, die man schnell mit einem „Nein“ in Verbindung bringt.

Doch wann genau ist nun ein „Nein“ angebracht? Wann lasse ich Konsequenzen folgen, wenn es nicht eingehalten wird?
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Schnell abstillen – oder doch lieber Langzeitstillen?

Schon immer wusste ich, dass es für mich das Größte sein würde, mein Kind zu stillen. Ich selbst wurde sehr lange gestillt und habe viele Studien gelesen, die besagen, dass gestillte Kinder einen höheren EQ haben, sogar einen höheren IQ, weniger anfällig für Übergewicht sind und ein besseres Immunsystem aufbauen.

Meine Tochter kam in einem Geburtshaus zur Welt und wurde mir Sekunden nach der Geburt an die Brust gelegt. Es war einer der schönsten Momente meines Lebens. Ein winziges Wesen, dessen Gesicht wir uns so lange ausgemalt hatten und auf das wir neun Monate lang gespannt waren, lag plötzlich auf meinem Bauch und schaute uns mit großen Augen an. Und ohne dass sie jemals eine Brust gesehen hätte oder ihr jemand erklärt hätte, wie man saugt, nuckelte sie als hätte sie nie etwas anderes getan.

Meine Tochter schlief vom ersten Tag an sehr gut und war durch und durch entspannt. Ich stillte sie, wann immer sie danach verlangte und auch nachts ermöglichte es mir einen fast durchgängigen Schlaf. Doch schon bald lernte ich andere Mütter kennen und merkte schnell, dass fast alle, sogar wenn sie erfolgreich stillten, das ambitionierte Ziel verfolgten, nach maximal sechs Monaten abzustillen. Weiterlesen

Urvertrauen durch Körperkontakt

Ich möchte zum Einstieg von einem Buch aus dem Jahre 1998 berichten.
Es handelt sich um das Buch Auf der Suche nach dem verlorenen Glück von Jean Liedloff.

Eine angehende französische Ärztin berichtet, wie sie im Urwald bei einem alten Stamm gelebt und die Menschen beobachtet hatte. Dort war ihr aufgefallen, dass die Kinder nie so schrill und viel schrien wie in Europa. Dieser Sache wollte sie auf den Grund gehen, indem sie den Stamm mehrere Jahre begleitete. Schließlich führte sie das scheinbar ruhigere Verhalten der Kinder auf den ständigen Körperkontakt zurück, den sie durch ihre Mutter oder andere Bezugspersonen erhielten. Babys und Kleinkinder wurden dort immer in Tüchern am Körper getragen. Meist bei der Mutter, manchmal bei Geschwistern oder anderen Verwandten. Bei der Arbeit, beim Kochen, beim Baden. Zudem wurden sie sehr lange gestillt und der Wunsch nach Nähe oder Stillen wurde nie verwehrt. Jean Liedloff nennt es letztlich das „Urvertrauen“, das sich bei den Kindern im Urwald durch den engen Körperkontakt entwickelte. Weiterlesen

Alle sind verbunden

Zitat

Was durch diese Arbeit ans Licht kommt an neuer Einsicht, ist, dass wir alle eingebunden sind in eine größere Seele, in eine Familienseele. Wir sprechen dann auch von einem geistigen Feld, obwohl dieser Ausdruck in unserem Zusammenhang wenig bringt. In einem anderen Zusammenhang schon. Das geistige Feld ist ein Feld, in dem etwas bewusst ist. Es ist wissend. In diesem Feld gibt es eine Bewegung, in der Getrenntes zusammengeführt werden will. Weiterlesen

Das „geistige Feld“ der systemischen Aufstellung

Zitat

Alle Kinder sind gut.

Der Titel löst bei einigen vielleicht Kopfschütteln aus. Wie ist denn das möglich? Die Dimensionen dieses Titels gehen sehr weit. Er sagt ja gleichzeitig, dass auch wir gut sind und dass wir als Kinder gut waren und es noch immer sind. Er sagt, dass auch unsere Eltern gut sind, weil sie Kinder waren, dass sie als Kinder gut waren und es als Eltern auch sind.

Ich will etwas über den Hintergrund von diesem Satz erklären, weg von dem vordergründigen Gerede, wenn wir sagen: „Aber das Kind hat doch das gemacht, und die Eltern haben das gemacht.“ Sie haben es gemacht. Aber wieso? Aus Liebe.

[…] Natürlich ist die Schlussfolgerung – ich nehme sie schon mal vorweg – dass jeder, wie er ist, gut ist. Dass er gerade deswegen gut ist, weil er so ist, wie er ist. Dass wir uns deswegen weder um uns selbst noch um Kinder noch um unsere Eltern Sorgen machen dürfen, ob sie gut sind oder nicht. Nur ist unser Blick manchmal verdunkelt, dass wir nicht sehen, wo wir gut sind, wo die Kinder gut sind und wo ihre Eltern gut sind.

Durch das Familien-Stellen wurde deutlich, dass wir eingebunden sind in ein größeres System, in ein Familiensystem. Zu diesem System gehören nicht nur unsere Eltern und die Geschwister, sondern auch die Großeltern und die Urgroßeltern und die Ahnen. Es gehören zu diesem System auch andere, die auf eine bestimmte Weise für dieses System wichtig waren, wie zum Beispiel frühere Partner von unseren Eltern oder Großeltern. In diesem System werden alle von einer gemeinsamen Kraft geführt. Diese Kraft folgt bestimmten Gesetzen. Weiterlesen