Was wirklich zählt bei der Kita-Suche

Wer sein Kind in die Betreuung durch Erzieher gibt, hat meist mit einem weinenden und einem lachenden Auge zu kämpfen. Zum einen wünscht sich jeder die Bereicherung, die es einem Kind bringt, mit vielen anderen Kindern zu spielen. Zum anderen können die wenigsten Eltern, besonders Mütter, sich vorstellen, ihr Kind für mehrere Stunden abzugeben. So schwer es ist, immer mehr Familien haben oft gar nicht die Wahl, ihr Kind länger als ein Jahr selbst zu betreuen. Welche Beweggründe auch dahinterstecken, das wichtigste ist doch, dass Eltern und Kind sich wohl fühlen und dieser Schritt möglichst zu einem Zeitpunkt kommt, an dem das Kind reif genug ist, die längere Abwesenheit der Bezugsperson zu meistern. Das ist natürlich sehr individuell. Oft aber früher als man denkt.
Meine Erfahrung zeigt, dass ein Kind dann besonders gut ins Kita-Leben hineinwächst, wenn es auch der Mutter leicht fällt, ihr Kind loszulassen. Gerade Mütter neigen dazu, ihrem Kind nicht zuzutrauen, dass es auch ohne die bekannten Personen zurechtkommt. Sie sind voller Ängste und kämpfen vielleicht auch mit der Distanz, die nun durch neue Bezugspersonen und die Erfahrung der Selbstständigkeit entsteht.
Wer seinem Kind also den Einstieg erleichtern möchte, der arbeite zuerst einmal daran, sich seine eigenen Gefühle bewusst zu machen und bei Ängsten, diese zu minimieren, denn Kinder können meist mehr, als wir denken.

Doch welche Kriterien sind nun relevant bei der Suche nach einer Kita für ein Kind unter drei Jahren?

Weiterlesen

Werbung

Hochsensible Kinder

Ein plötzliches Geräusch erschreckt es. Starker Duft irritiert. Kommen Personen mit schlechter Stimmung in den Raum, fällt es ihm schwer, sich dieser Energie zu entziehen. Im Gespräch versucht es ständig, sich dem Gegenüber anzugleichen. Je näher es dessen Meinung ist, desto sicherer fühlt es sich. In großen Menschenmengen fühlt es sich beengt und unwohl. Gewaltszenen im Kino gehen ihm durch Mark und Bein. Manchmal denkt es tagelang über eine erlebte Situation nach, die andere schon lange vergessen hätten. Kommt die Oma zu Besuch, verhält es sich ganz anders als allein zu Hause, um den Erwartungen und Wünschen der Oma zu entsprechen. In Gruppen versucht es stets, nicht anzuecken oder unangenehm aufzufallen.

Hochsensible Kinder. Es handelt sich dabei um einen verhältnismäßig neuen Begriff, den es als Phänomen vermutlich aber schon immer gab. 1996 wurde der Begriff erstmals von der amerikanischen Psychologin Elaine N. Aron verwendet. Doch bereits in den 20er-Jahren des 20. Jahrhunderts umschrieb der Professor für Psychiatrie und Neurologie Ernst Kretschmer die Wesenszüge von Hochsensiblen, ohne den Begriff zu verwenden.
Dies sind Menschen, die sensibler und intensiver wahrnehmen. Sie nehmen Geräusche, Düfte, Stimmungen und andere Signale stärker wahr. Sie sind Reizen ungefiltert ausgesetzt, ohne gleich autistisch zu sein.

Weiterlesen

Kinder – Spiegel der Eltern

Eine vertrauensvolle Beziehung zum Kind beginnt zwischen den Eltern. Auch diese können nur das weitergeben, was sie selbst erlebt haben. Wenn wir vom natürlichen Umgang mit Kindern sprechen, müssen wir bei der Beziehung der Eltern sowie ihrer Beziehung zu ihren Eltern beginnen. Unsere Kinder spiegeln nur das Verhalten, das sie bei uns sehen. So wie wir selbst mit anderen Familienmitgliedern interagieren, so werden auch sie mit uns und anderen umgehen. Egal, was die Eltern versuchen, ihren Kindern auf der verbalen Ebene zu vermitteln.

Weiterlesen

Konsequenz und Machtkämpfe

Mit fast drei Jahren ist unsere Tochter im perfekten Alter für die Trotzphase. Wenn sie etwas haben möchte und es nicht binnen Sekunden bekommt, wird geschrien oder geschmollt.

Vor Kurzem waren wir zwei Wochen zu dritt im Urlaub und kamen so den ganzen Tag in den Genuss dieser Situationen. Mein sonst so gelassener Mann, der gewöhnlich aus jeder Verweigerung mit einem Augenzwinkern ganz spielerisch herausfindet, wurde plötzlich richtig sauer und sah nicht mehr ein, durch Ablenkung oder Kompromisse die Situation zu entschärfen. Der Zeitpunkt war gekommen, dass er von ‚Konsequenz und Willensdurchsetzung‘ sprach. Es war kaum Zeit, das eigene Handeln zu durchdenken. Die Situationen hat doch jeder schon mal im Film gesehen. Dort haben die Eltern fast immer gleich reagiert: 1. Du kriegst xy jetzt nicht! (Härte) 2. Wir müssen dem Kind jetzt zeigen, dass es seinen Willen nicht durchsetzen kann (Exempel statuieren, keine Kompromisse) 3. Kind bis zur Erschöpfung oder Einwilligung schreien lassen (kein Eingehen auf die Gefühlsäußerungen und den Wunsch des Kindes) => Konsequente Durchsetzung des elterlichen Willens, am besten ohne Erklärung.
In der Tat zeigt das anfangs Wirkung. Das Kind ist eingeschüchtert, verstummt irgendwann, und die Eltern denken, nun wäre klar, dass das Kind in Zukunft keinen Widerspruch mehr einlegt.
Doch das Gegenteil ist langfristig der Fall!

Weiterlesen

Karriere oder Kinderbetreuung?

Derzeit lese ich einiges zum Thema „Frauen und Karriere“. Wie zu erwarten war, widmen sich diese Bücher und Artikel insbesondere dem Thema „wie die Familienplanung Frauen bremst, ihre Karrierepläne zu verfolgen“.
Das gerade erschienene Buch Lean In: Frauen und der Wille zum Erfolg von Sheryl Sandberg, der Geschäftsführerin (COO) von Facebook, ist ein Plädoyer an Frauen, ihre Berufswünsche nicht über Bord zu werfen und schon gar nicht, bevor sie überhaupt schwanger sind.
Sie spricht davon, dass Frauen häufig schon vor der Schwangerschaft Aufstiegschancen nicht ergreifen, weil sie denken, dem früher oder später mit Kind nicht gerecht werden zu können. Dabei nennt sie viele Beispiele von Frauen, die trotz Familie eine Karriere als Führungskraft erreicht und gemeistert haben. Ihr sind Frauen in hohen Positionen deshalb wichtig, weil sie der Meinung ist, die Welt wäre eine bessere, wenn mehr Frauen mitsprechen und entscheiden würden.
Weiterlesen

Windelfrei

Seit einiger Zeit gibt es in Deutschland eine neue Bewegung: Windelfrei.

Was in anderen Breitengraden völlig normal ist, kommt uns hier als Weltneuheit vor. Fragt man in Afrika Mütter, wie sie es schafften, ihrem Kind das gezielte Pinkeln beizubringen, schauen sie nur fragend. Dort gibt es keine Windeln und die Frauen merken es sofort, wenn das Kind gleich pinkeln muss. Sie halten es dann einfach in den nächsten Busch. Das ist bei uns nicht ganz so einfach, denn das Wetter lässt es meist nicht zu, dem Kind wenig oder gar keine Kleidung anzuziehen, um dieses Vorgehen zu vereinfachen. Dennoch lässt sich davon einiges abschauen. In China gibt es sogenannte Split Pants, die es zu Anfang den Eltern ermöglichen, das Kind schnell über ein Töpfchen zu halten und später dem Kind, sich schnell hinzuhocken.

Sein Kind windelfrei aufzuziehen, ist in den seltensten Fällen ein Dogma. Viele Familien landen bei dieser Methode, weil sie entweder Müll vermeiden wollen oder ihr Kind allergische Reaktionen gegen die Windeln zeigt. Und wieder andere wollen die Kommunikation mit dem Kind stärken. Weiterlesen

Wut, Trauer und Freude in der Trotzphase

Ich gehe mit meiner 2 ½ jährigen Tochter an einem Blumengeschäft vorbei. Erst riecht sie vorsichtig an den Pflanzen, dann haut sie nach einem Blatt. Ich rufe ihr zu, dass sie vorsichtig mit den Pflanzen umgehen soll. Sie sieht mich an. Ein freches Grinsen breitet sich über ihr Gesicht aus. Nun es recht. So doll sie kann, haut sie nun die Pflanzen, während ich nur leidend zusehen kann.

Weiterlesen

Beeil dich!

Ich komme von der Arbeit. Der Tag war zwar nicht körperlich anstrengend, dennoch sehne ich mich nach einem Sessel.

In der Kita angekommen, begrüßt mich meine Tochter freudestrahlend. Sie will sofort auf den Arm genommen werden. Ich gehe mit ihr zur Garderobe.

Vor ein paar Wochen erlebte ich hier den ersten Aufstand. Dort gab es so viele interessante Gegenstände zu erklimmen. Jede Bemühung, sie davon loszueisen und anzuziehen, wurde mit lautem Schreien quittiert, bis sie sich teilweise sogar lauthals schreiend und um sich schlagend auf den Boden warf. Eines Nachmittags hatte ich dann einfach ihre Schuhe und Jacke geschnappt, die Tür geöffnet und gesagt, dass ich sie draußen anziehen möchte. Als wäre nie etwas gewesen, war sie mir gefolgt. Seitdem ist die Garderobe kein Ort des Schreckens mehr.

Weiterlesen

Helikopter-Eltern

Es gibt ein neues Phänomen unter Eltern. Neudeutsch wird es „Helikopter-Eltern“ genannt und besagt so viel wie, Eltern, die ständig um ihr Kind herumkreisen, es teilweise sogar auf Schritt und Tritt überwachen, ständig in Angst und Sorge um das Kind leben und jedes Ereignis des Kindes zum eigenen Erfolg oder Misserfolg machen. Das Phänomen tritt vor allem in der Mittel- und Oberschicht auf.

Während man früher vielen Eltern vorwarf, sie hätten sich nicht um ihre Kinder gekümmert, schlägt das Pendel heute in die andere Richtung aus. Eltern bemuttern ihre Kinder bis sie das Haus verlassen und darüber hinaus. Wenn das Kind schlechte Noten nach Hause bringt, wird der Schuldirektor persönlich angerufen. Jedes Steinchen, jedes Hindernis wird dem Kind aus dem Weg geräumt, bevor es überhaupt ahnt, dass etwas passieren könnte. Schon im Säuglingsalter beschäftigen sich die Eltern damit, wie sie ihr Kind besonders gut fördern können. Diese Kinder sind kleine Prinzessinnen und Prinzen. Sie sind die Augäpfel ihrer Eltern, sollen es einmal besser haben als sie und nie Schwierigkeiten erleben. Auf den ersten Blick mag dieses Verhalten lobenswert klingen. Doch der zweite Blick ist umso enttäuschender.

Weiterlesen

Was tun, wenn der Heißhunger kommt?

Viele Kinder können es vor dem Essen kaum noch aushalten, werden immer unruhiger oder sogar wütend vor Hunger. Bei manchen gibt es auch bestimmte Situationen, in denen sie immer etwas essen wollen. Beispielsweise wenn man nach Hause kommt oder das Kind von der Kita abholt. Oft macht es den Eindruck, das Kind hätte den ganzen Tag nichts gegessen. Weiterlesen