Wo ist die Liebe?

Wir stehen vor einem großen gesellschaftlichen Wandel, das bestreitet wohl niemand mehr. Die Digitalisierung und künstliche Intelligenz (KI) werden uns, unsere Arbeits- und Lebensweise verändern. Als Eltern wollen wir unser Kind auf die Zukunft vorbereiten. Doch dies scheint schwieriger denn je. Was können wir unseren Kindern also mitgeben?

Ich finde es sehr interessant, dass bedeutende Köpf großer Unternehmen vor KI warnen. Sie sprechen gar von einem Geist, den wir längst aus der Flasche ließen, ohne die Folgen einschätzen zu können. Sie machen uns damit Angst, dass wir vor einer nie dagewesenen Arbeitslosenquote stünden und KI alle Arbeitsplätze radikal verändern würde.

Es war immer schon schwierig, ein Kind auf die Zukunft vorzubereiten. Immer schon war es ein Irrglaube, aus vergangenen Erfahrungen und aktuell wichtigen Berufen auf die Zukunft zu schließen. Zwar gab es einige Konstanten, doch letztlich veränderte sich jeder Beruf, auch wenn er seinen Titel behielt. Was also brauchen unsere Kinder für die Zukunft?

Immer mehr Menschen prophezeien, dass es bald das bedingungslose Grundeinkommen geben wird. Wie die Bedingungen nun aussehen oder nicht, eines wird definitiv kommen: wir werden mehr Zeit haben.
Mehr Zeit für Hobbys. Mehr Zeit mit unserer Familie. Mehr Zeit mit Freunden. Mehr Zeit für uns selbst.
Doch aktuell sind wir nicht darauf vorbereitet, mit freier Zeit umzugehen. Die meisten arbeiten bis spät in die Nacht, weil sie zu Hause gar nicht wüssten, was sie außer Binge Watching tun sollten. Wir sind es gewohnt, Anweisungen zu erhalten und auszuführen. Es überfordert, sich selbst Ziele zu setzen und Aktivitäten zu finden, die Körper und Seele gut tun und zugleich Spaß machen. Heutzutage ist es so leicht, sich im Internet mit sinnlosen Tätigkeiten zu verlieren. So viel Zeit wir haben, so schnell verfliegt sie, sobald wir unser Smartphone oder unseren Laptop in den Händen halten.

Die Aufgabe heutiger Eltern besteht darin, ihrem Kind eines beizubringen:
sich selbst zu fragen, wo die Liebe ist.

Ich weiß nicht, was ich nach der Schule tun soll: Welcher Weg führt mich zu einem Beruf, der die Liebe zu Mensch, Natur und Tier in der Welt fördert? Und bei welcher Tätigkeit bin ich mit vollem Einsatz, mit meinem ganzen Herzen bei der Sache? Wo bin ich mit Liebe engagiert?

Egal, welche Entscheidung – wenn wir uns fragen, wo die Liebe in unserem Leben ist, entdecken wir schnell die Antwort. Wer sein Kind beobachtet, wird sehen, was es mit Liebe ganz von allein gerne tut. Es gilt, dies zu unterstützen, egal welche Vorurteile damit behaftet sind. Leider steckt uns der Spruch „brotlose Kunst“ noch zu sehr in den Knochen, doch in Anbetracht der heutigen Entwicklungen wird es mehr denn je notwendig, uns diesen Künsten zu widmen, sie mit Liebe auszufüllen und damit automatisch auch Geld zu verdienen. Was ich mit Liebe tue, wird erfolgreich.

In den nächsten 10 Jahren werden wir eine Entwicklung erleben, in der uns KI unliebsame Tätigkeiten mehr und mehr abnehmen wird. Wir werden die Chance haben, uns voll und ganz auf die Erweiterung unseres Bewusstseins und auf hochkomplexe Tätigkeiten konzentrieren zu können.

Wieso sollten wir Angst vor KI haben? Wenn wir uns auf unsere Kernkompetenz, die Welt mit liebenden Augen zu betrachten und uns mit unserem ganzen Bewusstsein in ein Thema zu werfen, zurückbesinnen, stehen wir vor bahnbrechenden Erkenntnissen und Erfindungen in der Welt. KI wird niemals Liebe fühlen können. Und daher wird es auch niemals den Menschen verstehen, der seine Entscheidungen auf Basis der Liebe trifft.

Unsere Aufgabe ist es, mit gutem Vorbild voranzugehen und unseren Kindern zu zeigen, dass wir tun, was wir lieben und dass wir lieben, was wir tun.
Indem wir vorleben, die Liebe zu uns selbst zu mehren und auf dieser Basis zu entscheiden, schenken wir unserem Kind innere Stärke, Unabhängigkeit und nie dagewesene Einsichten in das Leben.

Das ist die beste Vorbereitung auf die Zukunft.

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