Eigenverantwortung oder Dienstleistung

Anders ausgedrückt: Dienstleistungsbeziehung oder lieb gemeint, aber am Bedürfnis vorbei.

Ich habe bereits einige Artikel dem Phänomen der Übervorsorge von Eltern gewidmet. Dies beinhaltet zwei Verhaltensweisen: 1. die Eltern sind stets bedacht, ihren Kinder immer und überall unter die Arme zu greifen sowie sie vor Leid zu bewahren. Und 2. sie wollen ihrem Kind jeden „Ich will haben“-Wunsch erfüllen. Vielleicht wurde ihnen in ihrer eigenen Kindheit vieles verwehrt, weshalb sie die sofortige Wunscherfüllung als einziges Werkzeug zum Glücklichsein empfinden.
Wir verwechseln heute die Selbstbestimmung des Kindes mit der Abgabe unserer elterlichen Verantwortung, unserem Kind durch weitsichtige, wohlwollende Entscheidungen Sicherheit und Richtung zu geben. Ein Kind kann seine tieferen Bedürfnisse frühestens mit 10 Jahren wirklich differenziert erkennen und benennen. Vorher überfordern wir unser Kind, ihm eine Vielzahl von Entscheidungen zu überlassen und jedem „Ich will haben“-Wunsch nachzugehen.
Um die Auswirkungen auf die Eltern-Kind-Beziehung in seiner Gänze zu begreifen, möchte ich euch die Worte des Familientherapeuten und Autors Jesper Juul aus „Dein kompetentes Kind“ ans Herz legen. Weiterlesen

Gefahren im Alltag

Ich bin absolut kein Fan von Panikmache und wenn unsere Eltern damit anfangen, die letzten Horrorgeschichten aus der Zeitung zu zitieren, schalte ich oft auf Durchzug. Je älter man wird, desto ängstlicher scheinen viele zu werden. Doch es ist eben doch ein Körnchen Wahrheit dran, und auch wenn selten etwas wirklich Lebensbedrohliches passiert, kann es durchaus hilfreich sein, aus den Erlebnissen anderer zu lernen und ein Auge auf Gefahrenquellen drinnen und draußen zu haben.

Da ich weder Ärztin noch Polizistin bin, zitiere ich dazu die Worte des Leiters der Rechtsmedizin am Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), Klaus Püschel. Am 16.04.2016 erschien in der Hamburger Morgenpost ein Bericht darüber, worauf Eltern unbedingt achten sollten. Dies soll euch nicht verängstigen, sondern sensibilisieren, um Gefahrenquellen aus dem Weg zu räumen und so die Kinder entspannt spielen lassen zu können. Weiterlesen