Tipps und Tricks

Als Mutter mit mittlerweile knapp drei Jahren Stillerfahrung gibt es einiges zum Thema Stillen, Schwangerschaft und Geburt, das ich gerne mit euch als Nice-to-know teilen möchte.

Schwangerschaftstee:
Ich habe während der gesamten Schwangerschaft jeden Tag einen Liter des sogenannten Schwangerschaftstees getrunken.
Diesen habe ich mir im Teehaus zusammenstellen lassen. Man erhält die Zutaten in einzelnen Tütchen, da die Teehäuser oder Apotheken sie aufgrund ihrer Wirkung nicht gemischt verkaufen dürfen.
Der Tee enthält: Brennnesselkraut, Frauenmantel, Johanniskraut, Melissenblätter, Scharfgarbenkraut, Zinnkraut und teilweise Himbeerblätter (diese können auch weggelassen werden). Zu gleichen Teilen je 30g und dann gut mischen.
Generell ist das Trinken während und nach der Schwangerschaft sehr wichtig, da der Flüssigkeitsbedarf durch die zusätzliche Belastung und später durch das Stillen erhöht ist. Aber Achtung: Salbei- und Pfefferminztee hemmen die Milchproduktion, ebenso wir zu viel Flüssigkeit! Das natürliche Durstgefühl ist hier der beste Ratgeber.

Brennen beim Pinkeln nach der Geburt:
Jede Frau verwendet in dieser Zeit riesige Binden. Diese einfach großzügig mit Retterspitz äußerlich beträufelt und normal anziehen. Ergebnis: die Schmerzen lassen sehr schnell nach.
Alternativ unter der Dusche pinkeln oder neben die Toilette eine Karaffe mit Wasser stellen, um beim Pinkeln die brennenden Stellen damit zu begießen.

Stillposition:
Zu Beginn der Stillzeit bin ich jede Nacht über mein Kind gekrabbelt, um die Brust zu wechseln. Ziemlich umständlich und nicht gerade förderlich für einen angenehmen Schlaf der Mutter! Bis ich schließlich im Stillbuch las, dass man sein Kind auch wunderbar auf dem Bauch liegend stillen und ihm so die andere Brust geben kann.
Vor allem an Anfang, wenn das Kind noch klein ist, sollte man sehr darauf achten, zu einer guten Stillposition zu finden und die Arme gut auspolstern, da es sonst schnell zu Verspannungen kommt. Ein Stillkissen eignet sich da, wie der Name schon sagt, gut, aber auch eine Nackenrolle oder einfach viele Kissen oder Decken helfen, die Last vom Arm zu nehmen. Unterwegs sollte man nach einem Sessel mit Lehne Ausschau halten oder eine große Tasche unter den Arm packen. Wer gelenkig ist, kann auch versuchen, seinen Arm auf dem Knie abzustützen.

Milchstau:
Sollte das Kind plötzlich weniger trinken oder aufgrund von Abwesenheit lange nicht trinken, verhärtet sich die Brust schnell und es kommt zum Milchstau. Dieser kann sehr schmerzhaft sein und die Frau körperlich stark einschränken. Die beste Methode ist natürlich, das Kind schnell anzulegen. Ist das Kind jedoch gerade nicht zur Hand, helfen Quarkwickel auf der Brust. Der Quark wirkt abschwellend, entzündungshemmend, schmerzlindernd und kühlend. Gleichzeitig sollte versucht werden, die Milch durch Massagen und Richtung Brustwarze Streichen abzugeben.
Alternativ: Eine Freundin hat zuerst ihre Brust gewärmt und anschließend mit Retterspitz äußerlich auf einem Wickel gekühlt. Binnen Minuten war der kleine Milchstau verschwunden.
Am wichtigsten ist jedoch, dass das Kind weiterhin an der betroffenen Brust trinkt, da nur so die Milch abfließt und der Milchfluss im Gang behalten wird. Das ist zwar anfangs schmerzhaft, muss aber sein! Hilfreich ist, wenn das Kind so liegt, dass beispielsweise sein Kinn auf die betroffene Stelle drückt. Weitere Tipps sind hier zu finden: Milchstau: Ursachen und Behandlung.

Anhaltender Milchstau mit weißen, schmerzenden Bläschen auf der Brust:
Eine Freundin hatte seit fünf Wochen große Schmerzen beim Stillen. Grund war Milchstau an mehreren Stellen und kleine Bläschen auf der Brustwarze (Mamille). Sie probierte allerhand aus: Lasern der Mamille, den Milchstau mit einem Flächenlaser behandeln, Bläschen aufstechen oder ausdrücken, die Mamille und den Milchstau von einer Ärztin schallen lassen und an der Milchpumpe den Stau mit der Hand und einem Vibrator komplett entleeren. Sie nahm sogar Lezithin 1200 Kapseln und Sulfur D6 und aß keine Milch- und Fleischprodukte, um Fetttröpchen, die zur Verstopfung der Milchkanäle führen, zu vermeiden. Doch nichts davon half endgültig. Dann bekam sie die Adresse einer Stillberaterin in Österreich, die den entscheidenden Hinweis gab. Dass sich der Milchstau nicht löst, kann mit einer sehr festen Haut auf der Mamille zusammenhängen. Es kann helfen: Mit einer Creme mit Cortisonanteil, wie z.B. bei „Decoderm tri“ über einige Tage auf die Mamille geben, um die Haut weicher zu machen und dann die Bläschen zu öffnen. Zudem mit einem mit Öl getränkten gewärmten Läppchen z.B. vor dem Stillen die Haut aufweichen, so dass das Kind die Überhäutung lösen kann. Auch mit einer sterilen Nadel können die Milchkanäle geöffnet werden. Manchmal ist ein Ausführungsgang mit dickem Material (Milch, Zellen, Gewebsreste) verstopft. Dies Verstopfungen sollten dann sanft und vollständig entfernt werden.
-> Die kurzzeitige Anwendung der Cortisoncreme half schließlich, den Milchstau und die Bläschen zu heilen, da die Haut dünner wurde und das Kind die Verstopfungen und letztlich den Milchstau so beim Trinken lösen konnte.

Natürlicher Brei:
Wer keine Lust auf industriellen Brei im Gläschen hat, hat eine Palette von Obst und Gemüse zur Auswahl, die sich herrlich kochen und zu Brei verarbeiten lassen. Doch die Natur bietet uns von sich aus schon Früchte, die auch unterwegs ohne Vorkochen eine Breikonsistenz haben.
Da wäre als erstes die Banane, die sicher jedem bekannt ist. Doch auch eine reife Avocado ist die perfekte Zwischenmahlzeit auf dem Spielplatz: In der Mitte teilen, Kern raus und einfach auslöffeln!

Eis-Ersatz:
Wer seinem Kind nicht ständig Eis geben möchte, kann folgendes ausprobieren: Einfach Wassermelone in kleine Stücke schneiden, in Brotpapier oder eine andere Aufbewahrungsmöglichkeit wickeln und ab ins Gefrierfach. Sehr erfrischend, bietet viel Flüssigkeit und bestimmt natürlich!

Kokosöl als Alleskönner für die ganze Familie:
Alles, was die Haut braucht, steckt im Kokosöl. Es eignet sich zur Reinigung der Haut, bei Schnittwunden, als Deodorant, als Haarspülung, zur Pflege bei Windelausschlag, als fluoridfreie Zahnpasta, zum Braten, als natürlicher Sonnenschutz und vieles mehr. Zur inneren und äußeren Anwendung geeignet. Am besten im Reformhaus in Bio-Qualität und kaltgepresst in der Nahrungsmittel/Öl-Abteilung kaufen. Es wird bei 25 Grad flüssig, ist aber in fester Form eine weiße Masse. Weitere Informationen hier.

Ideen bei Heißhunger: Was tun, wenn der Heißhunger kommt?

Ernährung in der Stillzeit: Ernährungshinweise für die Mutter

Weiterführender Artikel: Baby-Erstausstattung

Wann immer mir noch etwas einfällt, wird es hier ergänzt!

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