Karies – Was tun?

Zähne sind – neben Impfungen – für mich als Mutter das schlimmste Thema im Umgang mit Kindern. Hier treffe ich Entscheidungen für sie, die keiner rückgängig machen kann, wenn es doch zu Komplikationen führt, die leider oft erst langfristig sichtbar werden. Wann lasse ich wie viel auf welche Methode machen? Heute erfahrt ihr ausführlich, worauf es bei der alternativen Zahnpflege ankommt, welche Ursachen Karies hat und wie ich – wohl eher ungewöhnlich – mit Karies bei unserer Tochter umgehe bzw. diese vorbeuge. Ich gehe dabei vollkommen neue Wege, die (leider) selten bis nie von Zahnärzten vorgeschlagen werden.

Bisher hatten unsere Kinder immer Top Zähne. Nie etwas zu beanstanden. Dazu muss ich gleich sagen: beide Kinder wurden 4 Jahre gestillt. Ob das nun förderlich ist oder nicht, da gehen die Meinungen auseinander. Fragt man einen (Kinder!-)Zahnarzt, dann sollte man wohl spätestens nach 6 Monaten aufhören, denn der Milchzucker füttert die Karies ebenso wie herkömmlicher Zucker. Neuere Untersuchungen sagen aber, dass die Muttermilch durch die Saugtechnik gar nicht erst an die Zähne gelangt und somit die Muttermilch dank ihrer wertvollen Inhaltsstoffe sehr hilfreich für die Zähne ist. Ich kann nur sagen, dass unsere Kinder in der Stillzeit keinerlei Probleme mit den Zähnen hatten. Sie trinken fast ausschließlich Wasser, essen täglich einige Süßigkeiten sowie Weißmehl, allerdings auch sehr viel Obst und Gemüse. Unsere Tochter isst seit ihrer Geburt rein vegetarisch, während unser 3 1/2 Jahre jüngerer Sohn gerne Geflügelwurst und Würstchen isst. Bei unserer Tochter haben wir es noch geschafft, sie drei (!!!) Jahre von regelmäßigen Süßigkeiten fernzuhalten. Bei unserem Sohn hat das – weil die Große ja schon alles essen durfte und auch eingefordert hat – nicht geklappt. Das erste Schokoeis hatte er von ihr mit 6 Monaten im Gesicht. Damit war der Geschmack nach Zucker natürlich geweckt.

Abgesehen von meinen eigenen Erfahrungen mit Zahnärzten begann meine tiefere Bekanntschaft mit ihnen, als unser Sohn mit zwei Jahren mit dem Gesicht auf den Terrassenfliesen landete und dabei ein Vorderzahn schräg abbrach und der daneben dreimal in sich brach. Mein Sohn hat nach diesem Sturz eine Minute geweint und dann wieder fröhlich gespielt. Ein Blick in seinen Mund allerdings genügte mir und ich wusste: der eine Zahn ist nicht mehr zu retten und aufgrund seines Alters wird es keine leichte Prozedur. In den nächsten Wochen war ich mit meinem Sohn bei über 10 Kinderzahnärzten in Hamburg und Umgebung, um verschiedene Meinungen einzuholen. Ich stellte jedoch fest, dass ich keine verschiedenen Meinungen fand. Alle waren sich einig: dieser Zahn muss sofort – am liebsten heute noch – unter Vollnarkose gezogen werden. Sollten wir das nicht tun, würden wir eine Blutvergiftung, Schäden am bleibenden Zahn und weitere Folgen riskieren.

Tja, da sitzt man nun als Mutter und Vater, sieht sein fröhlich lachendes, schmerzfreies Kind und fragt sich, warum die alle so eine Panik machen. Unter größten Mühen und nur mit viel Selbstvertrauen habe ich dann eine Kinderzahnärztin in unserer Stadt gebeten, uns einfach nur zu begleiten und dafür gerne einmal im Monat vorbeizukommen, weil wir unter keinen Umständen einer Operation zustimmen würden. Sie willigte ein.

Ende vom Lied: unserem Sohn ging es prächtig und der beschädigte Zahn fiel nach zwei Monaten von selbst raus. Ohne Schmerzen. Ohne Operation. Ohne Komplikationen.

Diese Erfahrung hat noch nichts mit Zahnhygiene oder Karies zu tun. Ich erzähle sie, weil sie mir eindrücklich gezeigt hat, dass ich die Expertin für mein Kind und seine Leiden bin und Zahnärzte leider nicht darin ausgebildet werden, der Selbstheilungskraft des Körpers zu vertrauen.

Daraufhin blieb es zum Thema Zähne zwei Jahre lang ruhig. Doch mit der Einschulung begann dann der Ärger. Ich war mit meiner Tochter – damals gerade sieben Jahre alt – beim Zahnarzt. Alles soweit ok, aber da seien zwei kleine Schatten. Wir sollten mal zu einem richtigen Kinderzahnarzt gehen. Leider bekommt man da nicht so schnell einen Termin, also fand dieser erst zwei Monate später statt. Auf einmal hieß es: an vier Zähnen sei möglicherweise Karies. Man sähe bereits besagte dunkle Schatten. Für eine weitere Meinung suchte ich einen weiteren Zahnarzt auf, auch dieser Termin fand erst zwei Monate später statt. Ergebnis: in sechs (!!!) Zähnen sei möglicherweise Karies. Einer davon habe bereits ein Loch. Das Loch konnte ich mittlerweile selber sehen. Alle Zahnärzte gaben uns sofort einen Termin für die Bohrung. Ansonsten hieß es nur: besser putzen und weniger Zucker (mit diesem bösen Blick, der dir sagt „Du behandelst dein Kind sträflich!).

Mal wieder saßen wir da, hatten ein fröhliches Kind ohne Schmerzen und ein ungutes Gefühl, jetzt leichtgläubig ganz viele Löcher in die Zähne unserer Tochter bohren zu lassen. Denn tatsächlich sah keiner der Ärzte eine Alternative dazu. Noch dazu gab es keinen einzigen, der einen ganzheitlichen Blick hatte, was mich per se misstrauisch macht, weil ich aus persönlicher Erfahrung weiß, dass alle Symptome des Körpers immer auch eine seelische Ursache haben. Und ich greife nicht in den Körper ein, ohne nicht an der Ursache des Leidens zu arbeiten. Reine Reparatur kam und kommt für mich nicht in Frage.

Also ging ich auf die Suche nach Alternativen, ganzheitlichen Ansätzen und Ursachenforschung, um die Zähne auch für die Zukunft stark zu machen, statt nur die aktuellen Symptome zu beseitigen, die dann möglicherweise ein halbes Jahr später wiederkommen.

Ursachensuche: Was hatte sich seit Schulbeginn verändert?

Der Schuleintritt ist natürlich immer eine große Veränderung. Sie ging bei unserer Tochter damit einher, dass sie das sehr ausgewogene, gute vegetarische Essen der Kita nicht mehr bekam, sondern sehr gewöhnliches Schulkantinenessen. Sie kam zwar mit der neue Umgebung und den neuen Gewohnheiten gut zurecht, dennoch waren die ersten Monate – in denen die Karies begann, aber noch nicht sichtbar war – von kleinen und großen Konflikten zwischen den Kindern geprägt, wie ich sie zuvor noch nicht bei ihr erlebt hatte. In der Schule gibt es keine Erwachsenen, die Konflikte in der Pause beobachten und mit den Kindern zusammen schlichten, was in der Kita aufgrund des besseren Betreuungsschlüssels und anderer Verantwortlichkeiten normal ist. Das müssen die Kinder ab der Einschulung alleine klären. Und obwohl ich unsere Tochter schon für recht reif und innerlich stark halte, da sie ja jeden Tag Konflikte mit ihrem Bruder lösen muss und ich sehr stark darauf achte, ihr Werkzeuge dafür mitzugeben und sie zu stärken, war sie nicht auf diese verbale Härte der Kinder vorbereitet. An einem Abend weinte sie bitterlich, weil eine Gruppe von Mädchen gemeinsam beschlossen hatte, nicht mehr mit ihr zu spielen – zwei Tage später hatte sie eine Bindehautentzündung. Des Weiteren war es natürlich eine Umstellung, von nun an 45 Minuten – mal gerne und mal ungerne – auf einem Stuhl zu sitzen und einem Erwachsenen zuzuhören. Einerseits strengt es an, andererseits zwingt es ein Kind aber auch in ein Korsett, das es körperlich verarbeiten muss.

Nun zu meinem Wissen, das ich verschiedenen Quellen entnehmen konnte. Die beste Zusammenfassung findet ihr im Buch „Karies? Nein, danke!“ von Marion Selzer*.

  • Die gängige Meinung lautet, dass Karies durch Bakterien entsteht. Wieso aber das härteste von lebenden Organismen hergestellte Material für diese Bakterien angreifbar wird, ist nicht ganz so klar, denn während Knochen zersetzt werden, finden Archäologen noch nach 10.000 Jahren intakte Zähne. Sie sind also wirklich robust!
  • Immer mehr Wissenschaftler sagen, dass Karies durch eine Übersäuerung des Körpers entsteht, wodurch die Karies-Bakterien in den Zahn eindringen können. Der sonst so hilfreiche Speichel reicht dann nicht mehr aus, um die Säure im Mund zu neutralisieren. Gewöhnlich reicht der Speichel vollkommen aus, um die Zähne zu reinigen. Wenn nun aber zu viel Säure im Mund vorherrscht, entzieht der Körper den Zähnen und Knochen Kalzium, um dieses zur Neutralisierung zu nutzen. Und damit beginnt das Unheil, denn je länger der hohe Säuregehalt anhält, desto angreifbarer werden die Zähne, denen nun sukzessive Kalzium entzogen wird. Die Übersäuerung entsteht vor allem durch unsere stark verarbeiteten, zuckerhaltigen Lebensmittel, Weißmehl sowie einen hohen Fleischkonsum.
  • Allerdings fand ein Zahnarzt bei Untersuchungen heraus, dass sich einige Zähne sofort in Säure auflösen ließen, während andere gar nicht angegriffen wurden. Die Ursache sieht er in der Kalziumdichte und Struktur des Zahnes. Das heißt, wenn der Zahn von innen stark genug aufgebaut ist, hält er auch Säure stand.
  • Des Weiteren ließ sich feststellen, dass der Körper allgemein auf einen Mangel an Mineralien reagiert, indem er Kalzium aus den Knochen und Zähnen entzieht. Sind die „gesunden“ Lebensmittel also nicht so hochwertig oder nicht ausreichend, führt dies ebenso zum Abbau.
  • Gutes Putzen – so wie es fast alle Zahnärzte behaupten – ist nur ein kleiner Teil der Zahnhygiene. Vor allem Weston Price fand bei der Suche nach guten Zähnen und Ursachen der Zahnprobleme heraus, dass alle Naturvölker so gut wie gar keine Zähne putzen. Dennoch gilt heute aufgrund unserer zuckerhaltigen und verarbeiteten Nahrung, dass wir Zähne putzen sollten. Doch schon die immer empfohlene Pflege mit Zahnseide wirft Fragen auf, denn dabei wird häufig das Zahnfleisch verletzt, wodurch Bakterien schneller in den Körper gelangen und sich schädlich auswirken.
  • In der Traditionellen Chinesischen Medizin werden Zähne ganzheitlich als Bestandteil des Körpers betrachtet. Jeder Zahn steht in Verbindung zu einem Organ, sodass Schwächen an einem Zahn immer auch auf Schwächen am verbundenen Organ hinweisen. Dazu empfehle ich folgende Seite: Zahnschema – Bezüge zwischen Zähnen und Organen
  • Auf der psychischen Ebene sieht man Zusammenhänge mit Ereignissen im Leben, in denen man nicht „die Zähne zeigen“ konnte/durfte oder in seiner „Substanz“ angegriffen wurde. Wer also nicht richtig „zubeißen“ konnte, zeigt dies in den Zähnen. So heißt es, dass Karies an der Oberfläche, also am Zahnschmelz auf nicht „zubeißen“ dürfen und Karies im Inneren des Zahns auf nicht „zubeißen“ können hindeutet. Auf dieser Ebene können Affirmationen, Meditation, spezielle Yoga-Übungen sowie die Auflösung entsprechender Erlebnisse helfen. Hier noch eine interessante Seite: Die Sprache der Zähne
  • Des Weiteren gibt es die epigenetische Herleitung, in der es heißt, dass wir schlechte Zähne von unseren Eltern erben und somit im Voraus belastet sein können. Doch auch diese Vererbung ist nicht in Stein gemeißelt. Sie erschwert nur den Start.
  • Zuletzt kann der heute fast alltäglich gewordene Stress eine Ursache für schwache Zähne und Zahnfleisch sein. Erlebt der Körper Stress, befindet er sich evolutionär betrachtet im Kampf ums Überleben – als würde er vor einem Säbelzahntiger wegrennen. In diesem Moment fährt er alle weniger wichtigen Körperfunktionen runter. Darunter fällt auch die Verdauung. Dies hat zur Folge, dass der Körper weniger Speichel produziert, der normalerweise ja die Zähne reinigt und für ein basisches Mundklima sorgt. Mittlerweile befinden sich aber viele Menschen im Dauerstress, sodass dieser Zustand anhält und die Zähne nicht mehr ausreichend geschützt werden können.

Credo alternativer Zahnärzte, Wissenschaftler und Heiler: Alle Zahnbeschwerden sind heilbar!

Zahnärzte, die sich mit diesem Gedanken und einer ganzheitlichen Sicht auf den Körper beschäftigen, nennen sich oftmals holistisch. Sie sind der Überzeugung, dass der Körper in der Lage ist, Karies und andere Beschwerden wieder ganz zu heilen. Entweder durch ein Stoppen der Entzündung oder sogar ein Nachwachsen des Zahns. Es gibt Mentaltrainer sowie Wissenschaftler aus Japan und Kanada, denen es sogar gelungen ist, dritte Zähne wachsen zu lassen.

Sie befürworten nur geringe mechanische oder invasive Eingriffe am Zahn. So führen die hohen Drehgeschwindigkeiten beim Bohren zu enormer Hitze, die den behandelten Zahnnerv nachhaltig schädigen kann. Des Weiteren würden dabei feine Mikrorisse entstehen, über die sich Viren und Bakterien schneller und tiefer im Zahn verbreiten können als zuvor. Beim Bohren wird immer auch gesunde Zahnmaterien abgeschliffen, die ansonsten erhalten bleibt und sich regenerieren könnte. Durch Zahnfüllungen jeglicher Art würde die Neubildung von Karies begünstigt, weil sich durch den Minispalt zwischen Zahn und Füllung Bakterien einnisten können. Auch Wurzelbehandlungen werden sehr kritisch betrachtet. Dabei wird nur der Nerv aus dem Hauptwurzelkanal entfernt, nicht aber der Teil innerhalb der mikroskopisch kleinen Seitenkanälchen, die zusammengerechnet eine Länge von 3Km ergeben. Die dort verbleibenden Nervenbestandteile locken Bakterien an, die während der Zersetzung Giftstoffe freisetzen, die über das Bindegewebe in den gesamten Körper gelangen können. Da jedoch der Hauptnerv abgetötet wurde, verursacht dies keinen Schmerz mehr. Diese Entzündungsherde sind nicht von außen – auch nicht durch Röntgen – zu sehen, sodass sie sich oft jahrelang unbemerkt entwickeln und das gesamte Immunsystem belasten. Auch beim Ziehen von Zähnen kann es zu einer Ansammlung von belastenden Bakterien kommen, wenn die Wurzelkanäle nicht richtig von den Überresten des Zahngewebes gereinigt wurden. Ebenso wird von Versiegelungen abgeraten. Wenn ein Zahn durchbricht, ist der Zahnschmelz noch nicht komplett ausgebildet. Dies geschieht nur mit Hilfe des Speichels. Wenn nun aber der Zahn direkt versiegelt wird, kann der Zahnschmelz nicht reifen. Sobald die Versiegelung undicht wird – was zwangsläufig passiert – ist der Zahnschmelz zu weich, um sich gut genug gegen Säure zu wehren.

Wie können wir vorbeugen?

An erster Stelle steht eine basische Ernährung als Grundlage für einen gesunden Körper und starke Zähne. Das bedeutet:

  1. Zucker vermeiden und am besten durch Xylit, Stevia oder Erythrit ersetzen
  2. Helles Mehl vermeiden, da es besonders stark an den Zähnen haftet und die Bakterien füttert. Leider gibt es auch zu Vollkornprodukten unterschiedliche Meinungen.
  3. Säurebildende Nahrungsmittel vermeiden oder reduzieren = unter anderem tierische Produkte, Alkohol, Koffein, Getreide etc.
  4. Milchprodukte vermeiden, da sie dem Körper Kalzium entziehen und Säurebilder sind
  5. Mineralstoffreich essen
  6. Nährstoffaufnahme verbessern – gründlich kauen, Darm reinigen, Magensäure optimieren
  7. ggf. Fasten

Der zweite Baustein ist die Remineralisierung des Körpers. Mineralien sind dann besonders wichtig, wenn wir an die Theorie glauben, dass Zähne auch von innen aufgebaut werden müssen, statt nur von außen.

Ich persönlich zähle als dritten Baustein noch die genaue Betrachtung belastender Ereignisse. Gerade mit unserer Tochter bin ich immer im Gespräch, um herauszuhören, ob es seelische Verletzungen zwischen den Kindern gab, die sie noch mit sich herumträgt. Wenn mir ein Erlebnis auffällt, schaue ich es verbal mit ihr gemeinsam an und übe mit ihr, die damit verbundene Wut, Trauer und Verletzung abzuleiten, sodass sie sich auflösen können und nicht zu körperlichen Symptomen führen.

Die wichtigsten Mineralien und Vitamine sind:

  • Kalzium
  • Magnesium
  • Phosphor
  • Vitamin D
  • Vitamin K
  • Vitamin A
  • Bor
  • Kupfer
  • Mangan

Manche davon heißen nur Vitamine, sind aber eigentlich keine. Bei allen genannten Mineralien und Vitaminen ist es entscheidend, dass sie miteinander interagieren und nicht getrennt voneinander betrachtet werden können. Teilweise entfalten sie ihre Wirkung im Körper erst, wenn die anderen ausreichend vorhanden sind. Nahrungsergänzungsmittel sind also nicht die beste Wahl. Stattdessen ist es ratsam, sich zu informieren, in welchen Lebensmitteln was zu finden ist, um diese in die Ernährung einzubinden. Wer die Wirkungsweise jedes einzelnen Minerals und Vitamins sowie die Lebensmittel dazu wissen möchte, möge bitte das oben genannte Buch lesen oder sich online informieren. Vitamin D und A lässt sich am einfachsten durch Lebertran ergänzen. Hier empfehle ich diesen hochwertig fermentierten, unbearbeiteten Lebertran*.

Mundhygiene

Tatsächlich ist zu gründliches Zähneputzen sogar schädlich, denn es reibt das Zahnfleisch weg und beschädigt durch zu aggressive „Scheuermittel“ den Zahnschmelz.

Fluorid wird in holistischen Kreisen sehr kritisch betrachtet. Es wird zwar von den Zähnen aufgenommen und härtet diese, allerdings gelangt es über die Mundschleimhaut auch in die Knochen und anderes Gewebe, die dann verhärten. Dies führe zu spröden Knochen sowie einer erhöhten Bruchanfälligkeit des Zahnschmelzes. Gleichzeitig behindere das in Zahncremes enthaltene Glycerin die Aufnahme von Nährstoffen aus dem Speichel und der Nahrung, indem es die Zähne mit einer dünnen Schicht umhüllt und somit die Remineralisierung deutlich beeinträchtigt.

Als Zahnbürsten-Favorit wird die Miswak-Wurzel betrachtet, die schon seit Jahrhunderten von Naturvölkern weltweit verwendet wird, indem die Menschen darauf kauen. Sie enthält natürliche Fluoride, keimhemmende und zahnaufbauende Substanzen, stärkt das Zahnfleisch, beugt Zahnfleischbluten und Entzündungen vor, hilft gegen Karies, beschleunigt die Wundheilung und ist biologisch abbaubar.

Da ich persönlich das Kauen auf einem Stock, der dabei Fasern verliert und mit dem man die hinteren Zähne nicht gut erreicht, eher unpraktisch finde, ist dies mein absoluter Favorit:

Die SWAK-Zahnbürste*! Das Zähneputzen wird dadurch zum genüsslichen Ritual, denn man putzt jeden Zahn einzeln. Hierbei wird nur der Zahnbürstenkopf alle 2-3 Monate durch ein neues Stück Miswak ausgewechselt. Das Miswak-Holz ersetzt komplett jede Zahnpasta und soll sogar gegen Zahnstein wahre Wunder bewirken. Leider sind die online zu findenden Nachfüllstücke recht teuer. Ich baue sie mir daher selber aus den viel günstigeren einzelnen Hölzern. Dazu diese 1-2cm von der Rinde befreien, abschneiden und in die Zahnbürste packen. Folgende Hölzer benutze ich dazu: 10x eSalem Premium Miswak*.

Des Weiteren wird die Soladey Zahnbürste* empfohlen, die durch einen aus Titanoxid gefertigten Metallstab eine ionisch-chemische Reaktion mit Plaque und Zahnverfärbungen eingeht. Die Resultate sollen gut sein. Ich selbst habe sie nicht ausprobiert.

Ebenso soll es helfen, Gräser zu kauen, wie Weizen, Dinkel oder Kamut. Frau Dr. Karin Bender-Gonser – eine holistische Zahnärztin – empfiehlt dazu Grassaft.

Es gibt noch weitere Empfehlungen zu Mundspülungen mit Xylit, Beinwell, antibakteriellen Kräutern, Salzwasser oder Eigenurin sowie Ölziehen. Ich persönlich nutze zum Ölziehen das Zahnöl von Ringana, das allerdings nur über einen Frischepartner erworben werden kann. Kokosöl reicht aber auch.

Da nun also Zahncremes viele unnötige oder sogar die Remineralisierung verhindernde Stoffe enthält, raten sie alle dazu, sich die Zahncreme selbst herzustellen. Und das ist ganz leicht.

Eine Zahncreme sollte folgende Eigenschaften haben:

  • ein natürliches Scheuermittel enthalten
  • basisch wirken
  • wichtige Mineralien enthalten
  • antibakteriell wirken
  • entzündungshemmend wirken

Rezept für eine Zahncreme

Es gibt verschiedene Rezepte für selbstgemachte Zahncreme. Ich habe mich für folgende Zutaten entschieden:

Zur Herstellung ggf. Kokosöl leicht erwärmen, damit es sich besser mit allem vermischt, und dann den Rest einrühren. Sobald das Kokosöl wieder etwas fester ist, alles in ein sauberes Weckglas umfüllen. Anschließend wie normale Zahnpasta auf der Zahnbürste verteilen.

Beim Xylit ist es wichtig, dass dieser von Birken- und Buchenholz stammt. Es kann auch aus Mais und anderen Rohstoffen gewonnen werden, ist dann aber nicht so hochwertig und steht sogar im Verdacht, nicht die gewünschten antibakteriellen und basischen Eigenschaften zu haben.

Die hier beschriebenen Bestandteile sind alle wahre Wunderwerke der Natur und enthalten eine Vielzahl von Inhaltsstoffen und Eigenschaften. Bei Interesse solltet ihr euch auf jeden Fall mit jedem einzeln beschäftigen. Beispielsweise nutze ich Grapefruitkernextrakt* mittlerweile auch erfolgreich für verschiedene andere Beschwerden.

Zahnärztliche Behandlungen ohne Bohren

Ich möchte hier nur Begriffe nennen, zu denen ihr euch dann selber weiter belesen könnt, wenn Interesse besteht.

Spezieller Umgang bei Kindern

  • Ansteckung durch Bakterien von anderen vermeiden (darauf habe ich in 8 Jahren mit Kindern nie geachtet und würde mich damit auch nicht verrückt machen)
  • Keine gesüßten Getränke
  • Feste Nahrung statt Brei
  • Homöopathie sowie Hypnose bei Behandlungen
  • Auf einen verspannten Trapezmuskel bsp. durch schwere Taschen achten und entspannen

Wie gehe ich bei unserer Tochter und akuter Karies vor?

Unsere Tochter hat fast einen Monat jeden Abend mit einer Mischung aus 1 TL Xylit und einem Tropfen Grapefruitkernextrakt gegurgelt. Anfangs haben wir noch einen Dosierlöffel Meereskoralle hinzugefügt. Später haben wir diesen lieber morgens ins Müsli getan, um von innen zu remineralisieren. Zu Beginn habe ich einmalig eine Fleischbrühe aus Markknochen gekocht und anschließend den Sud benutzt, um damit Reis zu kochen. Darin sollen Kalzium, Magnesium und Phosphor enthalten sein. Es gibt aber auch pflanzliche Alternativen. Für den Vitaminhaushalt A, D, E und K bekommt sie jeden Abend eine Spritze mit 1,5mg fermentiertem Lebertran* direkt hinter die Zunge, damit es nicht so furchtbar schmeckt. Sie ist gewöhnlich sehr geschmacksempfindlich, freut sich aber immer noch jeden Abend auf dieses Ritual. Es scheint also akzeptabel zu sein, ansonsten würde ich sie nie und nimmer von der Einnahme überzeugen können. Nach ungefähr einem Monat bekommt sie es nun nicht mehr jeden Abend. Außerdem tupfe ich den Grapefruitkernextrakt mittlerweile lieber direkt mit einer Einbüschelbürste auf die betroffenen Stellen, statt sie damit gurgeln zu lassen. Sie putzt jetzt mit einer elektrischen Zahnbürste und verwendet die selbstgemachte Zahnpasta. Zucker und Weißmehl haben wir nicht vollständig abgelöst, begrenzen es aber etwas mehr und verarbeiten deutlich mehr Vollkornprodukte. Fleisch aß sie nie, Milchprodukte isst sie aber weiterhin. Bei Milch sind wir komplett auf Hafermilch umgestiegen.

Zudem versuche ich weiterhin, sie seelisch zu stärken und Methoden mitzugeben, um verbale Angriffe besser zu verarbeiten. Zu Hause darf sie „Zähne zeigen“, in der Schule ist jedoch eine Anpassung an das System erfordert, die wir nicht verändern können. Im Umgang zwischen den Kindern ist unsere Tochter bereits aus meiner Sicht durch viele Gespräche robuster geworden. Hier lautet für mich das Motto: Verhalten und Sprüche von anderen nicht verinnerlichen und nicht nachtragend sein, sondern wieder auf den anderen zugehen.

Resultat nach ca. 6 Wochen: zwei von vier kleinen, dunklen Punkten sind nicht mehr sichtbar. Auch das Loch scheint nicht mehr zu wachsen. Ich versuche dennoch, einen Zahnarzt zu finden, der uns begleitet und alles regelmäßig begutachtet, um besser einschätzen zu können, wie es sich entwickelt.

Wunsch an Zahnärzte

Ich würde mir sehr einen Zahnarzt wünschen, der an erster Stelle den Selbstheilungskräften des Körpers vertraut und mir hilft, die Ursachen eines Symptoms herauszufinden und zu behandeln. Dies sollte unter fachmännischer Betreuung stattfinden und einige Zeit beobachtet werden, ob es Wirkung zeigt. Natürlich ist es dafür sinnvoll, mindestens einmal im Jahr vorbeugend zur Kontrolle zu gehen, um früh genug zu erkennen, ob sich etwas entwickelt und entsprechend etwas verändert werden sollte. Statt gleich zum Bohrer zu greifen, wünsche ich mir eine ganzheitliche Betrachtung der Lage oder am besten schon beim Kinderarzt eine Aufklärung, dass es eben nicht nur um Putzen und weniger Zucker geht, sondern um deutlich mehr Faktoren, die man dann auch recht leicht beachten kann.


Für mehr Informationen und detaillierte Quellen kauft euch gerne das Buch „Karies? Nein, danke!“ von Marion Selzer*. Des Weiteren kann ich die Seite, den Blog sowie den YouTube-Kanal von Dr. Karin Bender-Gonser sehr empfehlen, die als studierte Zahnärztin praktiziert hat und sich nun der Informationsweitergabe widmet.

Bei allen mit * markierten Produkten handelt es sich um Affiliate-Links, bei denen ich beim Verkauf eine Provision erhalte. Der Preis bleibt für den Käufer jedoch unverändert. Auf diese Weise unterstütz ihr meinen Blog sowie weitere Projekte.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s